Die verstaatlichte Großbank Royal Bank of
Scotland (RBS)
Am Aktienmarkt kam gerade diese Aussage gut an. Die Aktie legte in der Spitze bis auf 39,25 Pence zu. Anfang 2009, als die Bank mit dem Rücken zur Wand stand, hatte das Papier zeitweise nur noch etwas mehr als zehn Pence gekostet. Der einstige Stolz der britischen Finanzbranche, dessen Aktienkurs Anfang 2007 bei mehr als 600 Pence gestanden hatte, stand wegen der Krise und ihrer starken Expansion kurz vor dem Aus. Sie musste mit mehreren Rettungspaketen gestützt werden und hängt immer noch am Tropf des Staates. Derzeit hält der britische Staat rund 84 Prozent der Anteile.
MILLIARDEN-BONI FÜR INVESTMENTBANKER
RBS-Chef Stephen Hester sieht sein Haus bei dem von der
Regierung auferlegten Schrumpfkurs im Plan, rechnet aber im
laufenden Jahr noch nicht mit Gewinnen. Diese dürften frühestens im
kommenden Jahr wieder anfallen. "Das Erbe von Verlusten und
Belastungen aus der Krise verschwindet", sagte Hester. Die Bank
gehört wie die deutsche Commerzbank
Trotz des hohen Verlustes bekommen die Investmentbanker insgesamt 1,3 Milliarden Pfund Boni. Die Prämien werden als rückforderbare Aktien ausgegeben und sind somit von der Bonussteuer ausgenommen, die auf ein Jahr befristet ist. In der Bilanz sind dennoch 208 Millionen Pfund Bonussteuer ausgewiesen. Die staatliche Aufsichtsbehörde genehmigte die Bonuspläne. Die Investmentbanker hätten RBS wieder auf die Erfolgsspur gelenkt, sagte Hester. Ihr Einsatz müsse auch wegen des starken Wettbewerbs um die besten Köpfe honoriert werden.
CHEF VERZICHTET AUF BONUS
Der Chef der RBS will zwar auf seinen eigenen Bonus verzichten.
Der Großteil von Hersters Gehaltspaket sieht jedoch eine
Erfolgsprovision von 6,4 Millionen Pfund vor, sobald der Wert der
RBS-Aktie 70 Pence überschreitet. Mit dem Bonus-Verzicht folgt
Hester der Spitze des Konkurrenten Barclays
ISIN GB0007547838
AXC0201 2010-02-25/16:23
