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DER AKTIONÄR Onlie Tipp des Tages: OHB Technology - Der Weltraumstaubsauger

DJ DER AKTIONÄR Onlie Tipp des Tages: OHB Technology - Der Weltraumstaubsauger

Die Auftragsbücher der OHB Technology (WKN 593 612) werden immer dicker. Die 
Aktie konsolidiert derzeit die rasante Aufwärtsbewegung aus dem Januar. 
Spekulationen über einen weiteren Großauftrag könnte bei dem Kurs des Luft- 
und Raumfahrtunternehmens sprichwörtlich die zweite Stufe der Rallye zünden. 
 
OHB Technology sorgt für Ordnung und Sauberkeit im Weltall. Ein Tochter des 
Bremer Luft- und Raumfahrtunternehmens ist von der Raumfahrt-Agentur des 
Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit der Gesamtsystemführung 
für die Definitionsphase einer künftigen "Deutschen Orbitalen Servicing 
Mission (DEOS)" beauftragt worden. Mit dem Projekt DEOS sollen die 
Technologien für ein zukünftiges operationelles On-Orbit-Servicing -System 
zur unbemannten, robotergestützten Inspektion, Wartung und Montage von 
orbitalen Infrastrukturelementen sowie zum kontrollierten Bahnwechsel und 
der Rückführung zur Erde demonstriert werden. Neben der Inspektion und 
Wartung dient das System also insbesondere zur Vermeidung von 
Weltraumschrott, indem Satelliten am Ende ihrer Lebensdauer kontrolliert 
entsorgt werden. Das Volumen schätzen Branchenkenner auf 200 Millionen Euro. 
 
Gerüchte um neuen Auftrag 
Damit würden die OHB-Auftragsbücher weiter anwachsen. Erst Anfang Januar 
hatte das Unternehmen einen Auftrag über 14 Satelliten des 
EU-Navigationsprojekts Galileo erhalten. Doch damit nicht genug: Die 
Europäische Weltraumbehörde ESA steht kurz davor, einen Milliarden-Auftrag 
für den Bau neuer Meteosat-Wettersatelliten zu vergeben. Spekulationen 
zufolge will die ESA dabei exklusiv mit einem von Thales Alenia Space 
geführten Konsortium verhandeln, weil die Franzosen für die geplanten sechs 
Meteosat-Wettersatelliten ein günstigeres Angebot abgegeben haben als die 
EADS-Tochter Astrium. Der Wettbewerber hätte damit einmal mehr das 
Nachsehen. 
 
Entscheidung steht an 
Thales Alenia Space würde das Projekt gemeinsam mit OHB Technology stemmen. 
Falls das Konsortium den Auftrag erhält, könnten die Bremer über sechs Jahre 
verteilt rund 350 Millionen Euro zusätzliche Umsätze generieren. Das gesamte 
Auftragsvolumen beläuft sich auf 1,4 Milliarden Euro. Eine Entscheidung soll 
dem Vernehmen nach in der kommenden Woche fallen, wenn sich der Rat der 
Europäischen Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten mit 
dem Thema befasst. 
 
Weiter auf Wachstumskurs 
Für OHB Technology wäre das ein weiterer Quantensprung. Ohnehin muss sich 
die Gesellschaft dank des mittlerweile mit über 1,4 Milliarden Euro dicken 
Auftragsbuches um die konjunkturelle Entwicklung in den nächsten Jahren 
keine Sorgen machen. Die Auslastung ist weitgehend gesichert. Die jüngsten 
Zahlen lagen im Rahmen der Erwartungen. Für das laufende Geschäftsjahr 
erwartet der Vorstand weiteres Wachstum. Analysten erwarten für 2011 einen 
Gewinn je Aktie von 1,20 Euro. Mit einem KGV von 13 ist die Aktie angesichts 
des enormen Wachstumspotenzials noch immer günstig bewertet. 
 
Neues Kaufsignal 
Aus charttechnischer Sicht steht ein Kaufsignal unmittelbar bevor. Das 
nächste Kursziel liegt im Bereich um 18 Euro. Bleibt der Newsflow positiv, 
sollte die Aktie im Anschluss bis in den Bereich um 22 Euro ansteigen. 
Risikobewusste Anleger setzen auf einen Ausbruch über die 16-Euro-Marke und 
den Start der zweiten Rallye-Stufe. Der Stopp sollte bei 13 Euro platziert 
werden. 
 
Mehr Informationen, Nachrichten und Empfehlungen finden Sie unter 
www.deraktionaer.de 
 
+++ Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum 
Abschluss bestimmter Börsengeschäfte. Bitte lesen Sie unseren RISIKOHINWEIS 
/ HAFTUNGSAUSSCHLUSS unter www.deraktionaer.de +++ 
 

(END) Dow Jones Newswires

February 26, 2010 04:40 ET (09:40 GMT)

© 2010 Dow Jones News
Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.

Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.

Nach Jahren im Schatten der Tech-Rallye steigt nun das Interesse an Unternehmen, die Stabilität mit langfristigen Wachstumsthemen wie Netzausbau, Dekarbonisierung und erneuerbaren Energien verbinden.

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