Hedge-Fonds haben in der abgelaufenen Woche ihre Wetten auf einen weiter fallenden Euro ausgebaut und damit die größte Verkaufsposition seit einem Jahrzehnt erreicht. Zudem tätigten sie weiterhin Zukäufe im Energie- und Metallsektor. Dies schrieb Merrill-Lynch-Analystin Mary Ann Bartels in ihrer am Montag veröffentlichen, wöchentlichen Studie "Hedge Fund Monitor".
Im Februar hätten Hedge-Fonds weiter zugelegt, fuhr die Expertin fort. Einer ersten Schätzung zufolge habe das Plus 0,34 Prozent betragen. Im Januar hätten Hedge-Fonds noch 0,30 Prozent verloren.
Im Aktienbereich hätten die großen Spekulanten ihre
Verkaufs-Ausrichtung (Short) mit Futures auf den breit gefächerten
S&P-500-Index
Bei den Rohstoffen hätten die Hedge-Fonds laut der Expertin in der vergangenen Woche weitere Käufe in Gold und Silber getätigt. Bei Kupfer sei die Netto-Kauf-Position (Long), mit der sich die Hedge-Fonds für steigende Kupfer-Preise wappnen, aufgestockt worden. Im Energiesektor hätten große Spekulanten weiterhin am Terminmarkt große Zukäufe in Roh- und Heizöl getätigt. Die Verkaufs-Positionen auf Erdgas aber hätten die Hedge-Fonds ebenfalls erhöht.
Am Devisenmarkt hätten Hedge-Fonds laut Bartels zudem Yen verkauft und die großen US-Dollar-Positionen leicht aufgestockt. Bei den Anleihen hätten die Hedge-Fonds deutliche Verkäufe in zweijährigen Papieren getätigt. Dem gegenüber seien Teile der großen Verkaufspositionen (deep crowded short) in zehnjährigen Papieren wieder eingedeckt worden./la/zb
AXC0186 2010-03-01/17:01
