Frankfurt (BoerseGo.de) - Der deutsche Aktienmarkt wurde heute wieder von der Wall Street beflügelt, die auf einen überraschend starken Job-Report reagierte (nachfolgender Wall Street Bericht).
Bis zum Xetra-Schluss gewann der DAX heute 1,42 Prozent auf 5.877 Punkte. Im Vergleich zur Vorwoche sprang der Index 4,98 Prozent. Das ist der stärkste Anstieg seit Juli 2009. Lang & Schwarz indizieren heute Nacht 5.886 Punkte.
Tagessieger wurde in einem Photo-Finish die Commerzbank hauchdünn vor VW & Daimler, die alle vom konjunkturellen Aufschwung profitieren.
Die Flops des Tages hießen Beiersdorf, Henkel & Fresenius Medical Care, also defensive Papiere, die anscheinend in die riskanteren Bank- und Auto-Titel getauscht werden.
Wall Street: Starke Serie
New York (BoerseGo.de) - Die Wall Street bekam heute wieder frischen Schub. Verantwortlich war der US-Arbeitsmarktbericht vom Februar, der trotz den Blizzards, die Teile der Ostküste zeitweise lahm legten, deutlich besser ausfiel als befürchtet. Gestrichen wurden 36.000 Jobs, die von Bloomberg befragten Volkswirte hatten mit 68.000 Jobverlusten gerechnet. Die Arbeitslosenrate blieb beim Vormonatswert 9,7%, erwartet wurde ein Anstieg auf 9,8%.
"Ohne das winterliche Wetter hätten wir im Februar einen Zuwachs bei den Arbeitsplätzen beobachtet," glaubt jedenfalls Ellen Zentner, Senior Economist bei der Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ in New York (Bloomberg). "Wir haben positives Job-Wachstum, wir können es nur im Moment nicht sehen, wegen der negativen Wettereffekte", so Zentner.
"Wir waren auf schlechte Nachrichten eingestellt, und was wir bekamen war wesentlich besser als erwartet. Das legt nahe, dass wir möglicherweise im März und April einen Aufschwung sehen," sagte auch Marc Pado, Market Strategist beim Broker Cantor Fitzgerald & Co laut Reuters. "Der Jobmarkt wird gesünder und schafft die Bühne für solide Arbeitsplatzgewinne in den kommenden Monaten", fügte John Canally, Ökonom beim Vermögensverwalter LPL Financial hinzu (Bloomberg).
Ausgequetscht
Analysten verwiesen auch auf die bereits gestern gemeldete Produktivität der US-Wirtschaft, die fürs 4. Quartal auf plus 6,9% hoch-revidiert wurde. Die wachsende Produktivität sorge für steigende Unternehmensgewinne und lasse daher bald einen Anstieg der Einstellungen erwarten, hieß es. "Die Arbeitgeber können nur ein gewisses Maß an Produktion aus der vorhandenen Belegschaft herausquetschen, bevor sie neue Arbeitskräfte brauchen, um die Nachfrage nach ihren Produkten zu bedienen", erklärte Michael Cannivet, Fondsmanager bei Palo Capital laut AP.
Der heutige Job-Report passt zu der Serie starker US-Konjunkturdaten der Vortage. Bereits am Mittwoch wurde gemeldet, dass sich der Aufschwung des US-Dienstleistungssektors, der rund 80% der größten Volkswirtschaft der Welt ausmacht, beschleunigt. Gestern verblüfften die Einzelhändler mit deutlich gestiegenen Februarumsätzen, ein Zeichen, dass der amerikanische Konsummotor wieder anspringt, trotz anhaltendem Winter. Der Broker Wedbush sieht daher eine signifikante Beschleunigung des Umsatzwachstums der Ladenketten.
"Wir sind in der Mitte einer wirklich starken Wieder-Beschleunigung des Wachstums", fasst Stefan Keitel, Chief Investment Officer bei Credit Suisse Asset Management in einem Bloomberg TV-Interview die Lage zusammen.
Short-Squeeze
In der Schluss-Stunde wurde die Tages-Rally anscheinend durch ein Short-Squeeze verstärkt. Viele hatten wohl auf fallende Kurse gewettet und mussten sich jetzt wieder eindecken. Dazu trug auch die Meldung bei, dass die US-Verbraucherkredite im Januar überraschend gestiegen waren, der erste Anstieg seit einem Jahr. Ein weiteres Signal für die Erholung des Konsums.
Der Auswahlindex Nasdaq 100, der einen großen Einfluss auf die gesamte Marktstimmung hat, profitierte außerdem von Apple, die heute auf ein neues Allzeithoch kletterte.
Mut zum Risiko
Der Bankenindex zählte heute zu den Zugmaschinen der Wall Street und kletterten 2,49%. Die sich abzeichnende Entspannung am Arbeitsmarkt senkt die Risiken der Kreditkonzerne (Verbraucherkredite, Hypotheken) und belebt das Neugeschäft (Konsumenkredite).
Das hilft natürlich auch den Eigenheimbauern, die heute 2,22% gewannen.
Der Russell 2000, der kleinere und riskantere Unternehmen erfasst, stieg 2,08%. Der Mut zum Risiko nimmt wieder zu.
Der Chip-Index stieg 1,44%.
Der Ölsektor verteuerte 1,46 %.
Der konjunktursensible Transportindex verbesserte sich - trotz scharfer Ölverteuerung (etwa 1,8%) um 0,86. Die - als defensiv geltenden - Versorger legten 1,07% zu.
Der Dow Jones Industrial Average plus 1,17 Prozent auf 10.566 Punkte,
Der - für den breiten US-Aktienmarkt repräsentative - S&P 500 plus 1,40 Prozent auf 1.138 Punkte. Der 6. Tagesgewinn in Folge.
Der technologielastige Nasdaq Composite Index plus 1,48 Prozent auf 2.326 Punkte. Dort wurde ein 18-Monats-Schlusshoch erreicht.
Vergleich zur Vorwoche:
Dow Jones plus 2,3 Prozent
S&P 500 plus 3,1 Prozent
Nasdaq plus 3,9 Prozent
Dow Jones Average: Bitte mit Karte
Tops:
Der Top des Dow war Boeing mit plus 3,6 Prozent auf 67,93 Dollar. Die anziehende Weltkonjunktur dürfte für mehr Aufträge sorgen. Bereits gestern beförderte die UBS den Airbus-Rivalen von Sell auf Neutral.
Platz 2 ging an American Express mit plus 3,4 Prozent auf 40,20 Dollar. Der Kreditkartenanbieter profitierte wohl von den Jobdaten und den gestrigen guten Einzelhandels-Zahlen. Immerhin bezahlen viele Amerikaner ihre Einkäufe mit Karte und die Erholung des Arbeitsmarktes verringert die Quote zahlungsunfähiger Kreditkartenschuldner.
Alcoa kletterte mit plus 3,1 Prozent auf 13,84 Dollar ebenfalls aufs Siegertreppchen. Die Konjunkturerholung beflügelte heute Rohstoffe und rohstoffnahe Aktien.
Flops:
Nur 2 Blue Chips schlossen im roten Bereich:
Microsoft bröckelte nachrichtenlos 0,14 Prozent auf 28,59 Dollar.
Der Telefonriese Verizon Communications gab ebenfalls 0,14 Prozent ab und schloss auf 29,23 Dollar.
S&P 500: Abschmelzende Risiken
Tops:
Die überraschend guten Job-Daten beflügelten natürlich auch die professionellen Job-Vermittler.
Monster Worldwide, der US-Marktführer und Betreiber der Webseite monster.com., gewann 3,8 Prozent auf 15,68 Dollar.
Der Branchenkollege Manpower ebenfalls plus 3,8 Prozent auf 55,73 Dollar.
Die US-Einzelhandels-Aktien setzen ihre gestrigen Rally fort. Gestern gaben die verblüffend starken Februar-Umsätze neuen Schub. Der Broker Wedbush sah eine Wieder-Beschleunigung des Umsatzwachstums. Heute belebten die Arbeitsmarktdaten, die - trotz der Blizzard-Folgen - moderater ausfielen als erwartet. Experten rechnen damit, dass mit dem nahenden Frühlingsbeginn der Aufschwung am Arbeitsmarkt beginnt, gut für den Konsum.
Der Kaufhausbetreiber Macy's plus 2,9 Prozent auf 20,45 Dollar.
Der Elektronik-Discounter Best Buy plus 4 Prozent auf 38,64 Dollar.
Der Teenie-Fashionhändler Aeropostale plus 2,2 Prozent auf 25,56 Dollar.
Der Snowboard-Anbieter Zumiez plus 6 Prozent auf 18,68 Dollar.
Abercrombie & Fitch plus 2 Prozent auf 42,35 Dollar. Der Fashionhändler für Teenies gehörte gestern zu den Top-Aktien der Wall Street. Der Grund: Der Teenie-Ausstatter zählte zur Mehrheit der US-Einzelhändler, die deutlich bessere Februar-Umsätze meldete als erwartet.
Die Credit Suisse hob heute als Reaktion ihre Gewinnschätzungen an, bleibt aber beim Outperform-Rating und Kursziel $49. Goldman Sachs verbessert die Gewinnschätzungen bis 2012. Die Bank hat ein Buy-Rating und neues Kursziel von $50.
Urban Outfitters plus 1,9 Prozent auf 34,98 Dollar. Der Fashionhändler schlug gestern im Rahmen seiner Q4-Zahlen die Erwartungen der Analysten und präsentierte starke Februar-Umsätze. lieferte heute starke Zahlen. Das wurde auch von den Analysten belohnt. Bereits gestern hob der Broker Brean Murray sein Kursziel an. Heute folgte der Broker Jesup & Lamont. Das Wertpapierhaus bestätigte das Buy-Rating und verbesserte sein Kursziel von $37 auf $40
Die heutige Rally wurde auch von den Bankpapieren angeführt. Die sich abzeichnende Erholung am US-Arbeitsmarkt lässt die Risiken der Kredithäuser abschmelzen, vor allem bei Bau- und Konsumentenkrediten:
Wells Fargo plus 2,5 Prozent auf 29,15 Dollar.
Zu den Gewinnern gehört auch die Bank-Holding Capital One Financial mit plus 3 Prozent auf 37,94 Dollar. Damit trotzte die Aktie auch einem Downgrade durch Goldman Sachs. Die New Yorker hatten ihr Rating von Buy auf Neutral abgewertet.
Dean Foods stieg 6,2 Prozent auf 16,00 Dollar und kletterte damit auf ein 8-Jahres-Hoch. Dort kursierte das Gerücht, Danone wolle den texanischen Lebensmittelkonzern (Marktführer bei Milchprodukten, außerdem Fruchtsäfte & dergleichen) übernehmen. Eric Scher, Analyst beim Broker Sanford C. Bernstein & Co. hält aber diese Übernahme für nicht sehr wahrscheinlich. Das passe nicht zu den Franzosen, glaubt Scher.
Del Monte plus 3,7 Prozent auf 13,96 Dollar. Die Aktie gehörte bereits gestern zu den Gewinnern der Wall Street. Der Grund: Der Obst- und Gemüsevermarkter legte überzeugende Q4-Zahlen plus Ausblick vor. Darauf reagierte heute Morgan Stanley. Die Bank korrigierte ihr Rating von Underweight auf Equal Weight. Der Broker Stephens bleibt beim Overweight-Rating und hebt das Kursziel von $14 auf $16.
U.S. Steel plus 4 Prozent auf 58,90 Dollar. Der Stahl-Titel profitierte heute nicht nur von dem konjunkturell bedingten Aufwärtstrend an der Wall Street, der auch Rohstoffe und rohstoffnahe Aktien anschubste, sondern auch von einem Broker-Upgrade. Der Broker Argus beförderte das Stahlpapier von Hold auf Buy mit Kursziel $71. Der jüngste Ausverkauf der Aktie sei übertrieben, die fundamentalen Faktoren verbesserten sich, hieß es.
Allergan plus 3,3 Prozent auf 62,10 Dollar. Der Botox-Hersteller wurde beim Broker Lazard von Hold auf Buy befördert. Das Kursziel beträgt $74. Gründe dafür wurden nicht bekannt.
Nasdaq: Der Nebel lichtet sich
Die technologielastige Computerbörse profitierte von der heutigen Rally bei Apple.
Apple kletterte 3,9 Prozent auf 218,95 Dollar. Ein neues Allzeithoch. Die Marktkapitalisierung (198,88 Mrd. Dollar) nähert sich der 200-Mrd.-Dollar-Marke. Daran gemessen zählen die Kalifornier zu den 5 größten börsennotierten US-Gesellschaften: Wal-Mart Stores, Berkshire Hathaway, Microsoft und Exxon Mobil.
In den vergangenen Tagen gab es Spekulationen & Gerüchte über eine angebliche Verzögerung bei der Produktion des iPads. Dabei handelt es sich um einen mobilen Rechner, den die ersten Betrachter als Zwitter zwischen einem iPhone und einem Notebook beschreiben.
Heute lichtet sich der Nebel etwas. Apple kündigte jetzt die Starttermine für das iPad an. Das Gerät soll am 3. April in den USA auf den Markt kommen. Weltweit, darunter auch in Deutschland, soll der mobile Rechner im "späten April" an den Start gehen. Das iPad soll mit dem schnellen Handy-Netz 3G (für 3. Generation, etwa UMTS) arbeiten.
Rückwind gewährte auch Merrill Lynch-Analyst Scott Craig, der sein Kursziel auf $260 verbesserte. Der Grund: Craig zeigt sich sehr optimistisch für die künftigen Verkaufschancen des Blockbuster-Produkts iPhone. Die Konsensschätzung von 33 Mio. verkauften Geräten im laufenden Geschäftsjahr sei auch dann erreichbar, wenn kein Verkaufs-Deal mit dem Netz-Betreiber Verizon zustande kommt. Darüber hatte es in den vergangenen Tagen Spekulationen gegeben. In 2011 könnten 55 Mio. iPhones verkauft werden, falls Apple neue Geschäftspartner gewinnt, einschließlich Verizon.
Der Smartphone-Rivale Research in Motion, Hersteller des Smartphones BlackBerry, verlor dagegen 0,7 Prozent auf 69,50 Dollar.
Palm minus 4,2 Prozent auf 5,71 Dollar.
TiVo plus 5,9 Prozent auf 17,50 Dollar. Der Anbieter von Systemen zur Verwaltung & Speicherung von TV-Programmen, gewann gestern einen Rechtsstreit. Dabei ging es um ein Patent, das angeblich von den Rivalen Dish Network und Echostar verletzt wurde. Das führte heute zu 2 Upgrades. JP Morgan beförderte das Papier von Neutral auf Overweight und katapultierte das Kursziel von $15 auf $23. Der Broker Kaufman Brothers bestätigte sein Buy-Rating und schraubte sein Kursziel von $14 auf $19 hoch.
Am Montag sind dort außerdem die Q4-Zahlen fällig.
Die Chip-Gruppe bewegte sich etwa im Gleichschritt mit den übrigen Technologiepapieren:
SanDisk plus 3,6 Prozent auf 33,32 Dollar.
Marvell Technology plus 1,3 Prozent auf 20,40 Dollar. Der auf den Bermudas ansässige Chip-Konzern schlug gestern bei Gewinn, Umsatz & Gewinnmarge die Erwartungen der Wall Street. Die Reaktion war zunächst verhalten (nachbörslich deutliche Kursverluste).Anregend wirkte aber der Broker FBR Capital. Dort wurde das Outperform-Rating bestätigt und das Kursziel von $25 auf $27 aufgebessert.
Der Philadelphia Semiconductor Sector Index, der 19 Halbleiter-Titel erfasst, plus 1,4 Prozent auf 351 Punkte.
Ciena sprang 14,6 Prozent auf 16,01 Dollar. Der Netzwerkausrüster wurde vom Broker Cowen & Co. angeregt. Dessen Analyst John Marchetti beförderte das Nasdaq-Papier von "Neutral" auf "Outperform". Marchetti glaubt, dass die Aktie in den kommenden 12 Monaten ein Kurspotential von 40% to 50% besitzt.
Der Grund: Die derzeit ablaufende Übernahme des Ethernet Networking Produkt-Geschäfts des untergegangenen Rivalen Nortel verschaffe Ciena beträchtlichen zusätzlichen Umsatz. Außerdem profitiere der Infrastruktur-Konzern vom Aufbau von Glasfasernetzen in den Städten und zusätzlicher Nachfrage von Handy-Netzbetreibern sowie einem Ausbau der Kommunikationsnetze in den Unternehmen.
Internet: Wachgeküsst?
Google avancierte 1,7 Prozent auf 564,21 Dollar. Die Aktie wurde in den vergangenen Wochen an der Wall Street eher vernachlässigt, diese Woche aber anscheinend wieder wachgeküsst.
Daran beteiligte sich heute auch Analyst Mark Mahaney von der Citigroup. Mahaney bekräftigte heute sein Buy-Rating mit Kursziel $640. Der jüngste Kursrückschlag (12% ) schaffe eine gute Kaufgelegenheit. Das Einnahmenwachstum aus dem Suchgeschäft solle sich - auch dank zahlreicher Innovationen - beschleunigen. Außerdem rechnet Mahaney mit zusätzlich wachsenden Einnahmen aus dem Geschäft mit der Display-Werbung. Optimistisch ist der Analyst auch für die Google-Tochte Youtube. Für 2011 erwartet Mahaney dort Einnahmen im Volumen von 1 Mrd. Dollar.
Der Broker Kaufman Brothers bestätigte Google heute als seinen Top-Pick. Das Suchgeschäft profitiere vor allem von der sich abzeichnenden Beschleunigung im E-Commerce und bei den Online-Reisebuchungen.
Yahoo plus 1,6 Prozent auf 16,06 Dollar.
Baidu, Chinas Marktführer bei den Suchmaschinen, bröckelte 0,6 Prozent auf 520,75 Dollar. Nach der Rally der Vortage, die zu einem neuen Allzeithoch führt, nahmen wohl einige Spieler etwas Geld vom Tisch. Seit Jahresanfang gewann die Chinesen bereits 26%, in den vergangenen 52 Wochen gab es ein Plus von 222%.
AOL (an der New York Stock Exchange notiert) plus 1,3 Prozent auf 25,74 Dollar.
Das Online-Kaufhaus Amazon.com plus 0,3 Prozent auf 128,91 Dollar. Nach dem Zwischenspurt der Vortage nahm man heute den Fuß vom Gas. Möglicherweise dämpfte die heutige Begeisterung für den April-Start des Apple iPads, einem möglichen Rivalen zum Amazon E-Book-Reader Kindle. Die Makro-Daten (Arbeitsmarkt, Konsum) sprechen aber weiterhin für die Aktie.
Der Rivale Ebay gewann 3,6 Prozent auf 24,63 Dollar.
Die Online-Videothek Netflix minus 0,5 Prozent auf 67,65 Dollar. Anscheinend gab es hier ebenfalls Gewinnmitnahmen
Rohstoffe: Im Gleichschritt mit dem Aktienmarkt
Öl: Konjunkturdaten schrauben Preis in die Höhe
Die Konjunkturdaten schraubten auch den Ölpreis in die Höhe. Der April-Kontrakt für Crude verteuerte an der New York Mercantile Exchange um 1,29 Dollar und schloss auf 81,50 Dollar.
Gold: Allgemeine Begeisterung
Die allgemeine Begeisterung über die guten US-Jobdaten regte auch den Goldmarkt an. Der Gold-Kontrakt für April stieg heute an der New York Mercantile Exchange um 4,40 Dollar und schloss auf 1.137,50 Dollar. Nachbörslich pendelte das Edelmetall bei 1.133,20 Dollar.
Ausblick: Ruhe nach dem Sturm?
Geht es nach dem Terminkalender sollte die kommende Woche ruhig verlaufen. Überraschungen sind aber das Salz der Erde.
Montag:
Dienstag:
Mittwoch:
16:00 Uhr Lagerhaltung Großhandel Januar, 16:35 Uhr Ölvorräte der Vorwoche
Donnerstag:
14:30 Uhr Arbeitslosenmeldungen der Vorwoche
Quartalszahlen: National Semiconductor (Chips)
Freitag:
14:30 Uhr Einzelhandelsumsätze Februar (die Veröffentlichungen zahlreicher Ladenketten fielen gestern überraschend stark aus), 16:00 Uhr Lagerhaltung Gesamtwirtschaft Januar
Bis zum Xetra-Schluss gewann der DAX heute 1,42 Prozent auf 5.877 Punkte. Im Vergleich zur Vorwoche sprang der Index 4,98 Prozent. Das ist der stärkste Anstieg seit Juli 2009. Lang & Schwarz indizieren heute Nacht 5.886 Punkte.
Tagessieger wurde in einem Photo-Finish die Commerzbank hauchdünn vor VW & Daimler, die alle vom konjunkturellen Aufschwung profitieren.
Die Flops des Tages hießen Beiersdorf, Henkel & Fresenius Medical Care, also defensive Papiere, die anscheinend in die riskanteren Bank- und Auto-Titel getauscht werden.
Wall Street: Starke Serie
New York (BoerseGo.de) - Die Wall Street bekam heute wieder frischen Schub. Verantwortlich war der US-Arbeitsmarktbericht vom Februar, der trotz den Blizzards, die Teile der Ostküste zeitweise lahm legten, deutlich besser ausfiel als befürchtet. Gestrichen wurden 36.000 Jobs, die von Bloomberg befragten Volkswirte hatten mit 68.000 Jobverlusten gerechnet. Die Arbeitslosenrate blieb beim Vormonatswert 9,7%, erwartet wurde ein Anstieg auf 9,8%.
"Ohne das winterliche Wetter hätten wir im Februar einen Zuwachs bei den Arbeitsplätzen beobachtet," glaubt jedenfalls Ellen Zentner, Senior Economist bei der Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ in New York (Bloomberg). "Wir haben positives Job-Wachstum, wir können es nur im Moment nicht sehen, wegen der negativen Wettereffekte", so Zentner.
"Wir waren auf schlechte Nachrichten eingestellt, und was wir bekamen war wesentlich besser als erwartet. Das legt nahe, dass wir möglicherweise im März und April einen Aufschwung sehen," sagte auch Marc Pado, Market Strategist beim Broker Cantor Fitzgerald & Co laut Reuters. "Der Jobmarkt wird gesünder und schafft die Bühne für solide Arbeitsplatzgewinne in den kommenden Monaten", fügte John Canally, Ökonom beim Vermögensverwalter LPL Financial hinzu (Bloomberg).
Ausgequetscht
Analysten verwiesen auch auf die bereits gestern gemeldete Produktivität der US-Wirtschaft, die fürs 4. Quartal auf plus 6,9% hoch-revidiert wurde. Die wachsende Produktivität sorge für steigende Unternehmensgewinne und lasse daher bald einen Anstieg der Einstellungen erwarten, hieß es. "Die Arbeitgeber können nur ein gewisses Maß an Produktion aus der vorhandenen Belegschaft herausquetschen, bevor sie neue Arbeitskräfte brauchen, um die Nachfrage nach ihren Produkten zu bedienen", erklärte Michael Cannivet, Fondsmanager bei Palo Capital laut AP.
Der heutige Job-Report passt zu der Serie starker US-Konjunkturdaten der Vortage. Bereits am Mittwoch wurde gemeldet, dass sich der Aufschwung des US-Dienstleistungssektors, der rund 80% der größten Volkswirtschaft der Welt ausmacht, beschleunigt. Gestern verblüfften die Einzelhändler mit deutlich gestiegenen Februarumsätzen, ein Zeichen, dass der amerikanische Konsummotor wieder anspringt, trotz anhaltendem Winter. Der Broker Wedbush sieht daher eine signifikante Beschleunigung des Umsatzwachstums der Ladenketten.
"Wir sind in der Mitte einer wirklich starken Wieder-Beschleunigung des Wachstums", fasst Stefan Keitel, Chief Investment Officer bei Credit Suisse Asset Management in einem Bloomberg TV-Interview die Lage zusammen.
Short-Squeeze
In der Schluss-Stunde wurde die Tages-Rally anscheinend durch ein Short-Squeeze verstärkt. Viele hatten wohl auf fallende Kurse gewettet und mussten sich jetzt wieder eindecken. Dazu trug auch die Meldung bei, dass die US-Verbraucherkredite im Januar überraschend gestiegen waren, der erste Anstieg seit einem Jahr. Ein weiteres Signal für die Erholung des Konsums.
Der Auswahlindex Nasdaq 100, der einen großen Einfluss auf die gesamte Marktstimmung hat, profitierte außerdem von Apple, die heute auf ein neues Allzeithoch kletterte.
Mut zum Risiko
Der Bankenindex zählte heute zu den Zugmaschinen der Wall Street und kletterten 2,49%. Die sich abzeichnende Entspannung am Arbeitsmarkt senkt die Risiken der Kreditkonzerne (Verbraucherkredite, Hypotheken) und belebt das Neugeschäft (Konsumenkredite).
Das hilft natürlich auch den Eigenheimbauern, die heute 2,22% gewannen.
Der Russell 2000, der kleinere und riskantere Unternehmen erfasst, stieg 2,08%. Der Mut zum Risiko nimmt wieder zu.
Der Chip-Index stieg 1,44%.
Der Ölsektor verteuerte 1,46 %.
Der konjunktursensible Transportindex verbesserte sich - trotz scharfer Ölverteuerung (etwa 1,8%) um 0,86. Die - als defensiv geltenden - Versorger legten 1,07% zu.
Der Dow Jones Industrial Average plus 1,17 Prozent auf 10.566 Punkte,
Der - für den breiten US-Aktienmarkt repräsentative - S&P 500 plus 1,40 Prozent auf 1.138 Punkte. Der 6. Tagesgewinn in Folge.
Der technologielastige Nasdaq Composite Index plus 1,48 Prozent auf 2.326 Punkte. Dort wurde ein 18-Monats-Schlusshoch erreicht.
Vergleich zur Vorwoche:
Dow Jones plus 2,3 Prozent
S&P 500 plus 3,1 Prozent
Nasdaq plus 3,9 Prozent
Dow Jones Average: Bitte mit Karte
Tops:
Der Top des Dow war Boeing mit plus 3,6 Prozent auf 67,93 Dollar. Die anziehende Weltkonjunktur dürfte für mehr Aufträge sorgen. Bereits gestern beförderte die UBS den Airbus-Rivalen von Sell auf Neutral.
Platz 2 ging an American Express mit plus 3,4 Prozent auf 40,20 Dollar. Der Kreditkartenanbieter profitierte wohl von den Jobdaten und den gestrigen guten Einzelhandels-Zahlen. Immerhin bezahlen viele Amerikaner ihre Einkäufe mit Karte und die Erholung des Arbeitsmarktes verringert die Quote zahlungsunfähiger Kreditkartenschuldner.
Alcoa kletterte mit plus 3,1 Prozent auf 13,84 Dollar ebenfalls aufs Siegertreppchen. Die Konjunkturerholung beflügelte heute Rohstoffe und rohstoffnahe Aktien.
Flops:
Nur 2 Blue Chips schlossen im roten Bereich:
Microsoft bröckelte nachrichtenlos 0,14 Prozent auf 28,59 Dollar.
Der Telefonriese Verizon Communications gab ebenfalls 0,14 Prozent ab und schloss auf 29,23 Dollar.
S&P 500: Abschmelzende Risiken
Tops:
Die überraschend guten Job-Daten beflügelten natürlich auch die professionellen Job-Vermittler.
Monster Worldwide, der US-Marktführer und Betreiber der Webseite monster.com., gewann 3,8 Prozent auf 15,68 Dollar.
Der Branchenkollege Manpower ebenfalls plus 3,8 Prozent auf 55,73 Dollar.
Die US-Einzelhandels-Aktien setzen ihre gestrigen Rally fort. Gestern gaben die verblüffend starken Februar-Umsätze neuen Schub. Der Broker Wedbush sah eine Wieder-Beschleunigung des Umsatzwachstums. Heute belebten die Arbeitsmarktdaten, die - trotz der Blizzard-Folgen - moderater ausfielen als erwartet. Experten rechnen damit, dass mit dem nahenden Frühlingsbeginn der Aufschwung am Arbeitsmarkt beginnt, gut für den Konsum.
Der Kaufhausbetreiber Macy's plus 2,9 Prozent auf 20,45 Dollar.
Der Elektronik-Discounter Best Buy plus 4 Prozent auf 38,64 Dollar.
Der Teenie-Fashionhändler Aeropostale plus 2,2 Prozent auf 25,56 Dollar.
Der Snowboard-Anbieter Zumiez plus 6 Prozent auf 18,68 Dollar.
Abercrombie & Fitch plus 2 Prozent auf 42,35 Dollar. Der Fashionhändler für Teenies gehörte gestern zu den Top-Aktien der Wall Street. Der Grund: Der Teenie-Ausstatter zählte zur Mehrheit der US-Einzelhändler, die deutlich bessere Februar-Umsätze meldete als erwartet.
Die Credit Suisse hob heute als Reaktion ihre Gewinnschätzungen an, bleibt aber beim Outperform-Rating und Kursziel $49. Goldman Sachs verbessert die Gewinnschätzungen bis 2012. Die Bank hat ein Buy-Rating und neues Kursziel von $50.
Urban Outfitters plus 1,9 Prozent auf 34,98 Dollar. Der Fashionhändler schlug gestern im Rahmen seiner Q4-Zahlen die Erwartungen der Analysten und präsentierte starke Februar-Umsätze. lieferte heute starke Zahlen. Das wurde auch von den Analysten belohnt. Bereits gestern hob der Broker Brean Murray sein Kursziel an. Heute folgte der Broker Jesup & Lamont. Das Wertpapierhaus bestätigte das Buy-Rating und verbesserte sein Kursziel von $37 auf $40
Die heutige Rally wurde auch von den Bankpapieren angeführt. Die sich abzeichnende Erholung am US-Arbeitsmarkt lässt die Risiken der Kredithäuser abschmelzen, vor allem bei Bau- und Konsumentenkrediten:
Wells Fargo plus 2,5 Prozent auf 29,15 Dollar.
Zu den Gewinnern gehört auch die Bank-Holding Capital One Financial mit plus 3 Prozent auf 37,94 Dollar. Damit trotzte die Aktie auch einem Downgrade durch Goldman Sachs. Die New Yorker hatten ihr Rating von Buy auf Neutral abgewertet.
Dean Foods stieg 6,2 Prozent auf 16,00 Dollar und kletterte damit auf ein 8-Jahres-Hoch. Dort kursierte das Gerücht, Danone wolle den texanischen Lebensmittelkonzern (Marktführer bei Milchprodukten, außerdem Fruchtsäfte & dergleichen) übernehmen. Eric Scher, Analyst beim Broker Sanford C. Bernstein & Co. hält aber diese Übernahme für nicht sehr wahrscheinlich. Das passe nicht zu den Franzosen, glaubt Scher.
Del Monte plus 3,7 Prozent auf 13,96 Dollar. Die Aktie gehörte bereits gestern zu den Gewinnern der Wall Street. Der Grund: Der Obst- und Gemüsevermarkter legte überzeugende Q4-Zahlen plus Ausblick vor. Darauf reagierte heute Morgan Stanley. Die Bank korrigierte ihr Rating von Underweight auf Equal Weight. Der Broker Stephens bleibt beim Overweight-Rating und hebt das Kursziel von $14 auf $16.
U.S. Steel plus 4 Prozent auf 58,90 Dollar. Der Stahl-Titel profitierte heute nicht nur von dem konjunkturell bedingten Aufwärtstrend an der Wall Street, der auch Rohstoffe und rohstoffnahe Aktien anschubste, sondern auch von einem Broker-Upgrade. Der Broker Argus beförderte das Stahlpapier von Hold auf Buy mit Kursziel $71. Der jüngste Ausverkauf der Aktie sei übertrieben, die fundamentalen Faktoren verbesserten sich, hieß es.
Allergan plus 3,3 Prozent auf 62,10 Dollar. Der Botox-Hersteller wurde beim Broker Lazard von Hold auf Buy befördert. Das Kursziel beträgt $74. Gründe dafür wurden nicht bekannt.
Nasdaq: Der Nebel lichtet sich
Die technologielastige Computerbörse profitierte von der heutigen Rally bei Apple.
Apple kletterte 3,9 Prozent auf 218,95 Dollar. Ein neues Allzeithoch. Die Marktkapitalisierung (198,88 Mrd. Dollar) nähert sich der 200-Mrd.-Dollar-Marke. Daran gemessen zählen die Kalifornier zu den 5 größten börsennotierten US-Gesellschaften: Wal-Mart Stores, Berkshire Hathaway, Microsoft und Exxon Mobil.
In den vergangenen Tagen gab es Spekulationen & Gerüchte über eine angebliche Verzögerung bei der Produktion des iPads. Dabei handelt es sich um einen mobilen Rechner, den die ersten Betrachter als Zwitter zwischen einem iPhone und einem Notebook beschreiben.
Heute lichtet sich der Nebel etwas. Apple kündigte jetzt die Starttermine für das iPad an. Das Gerät soll am 3. April in den USA auf den Markt kommen. Weltweit, darunter auch in Deutschland, soll der mobile Rechner im "späten April" an den Start gehen. Das iPad soll mit dem schnellen Handy-Netz 3G (für 3. Generation, etwa UMTS) arbeiten.
Rückwind gewährte auch Merrill Lynch-Analyst Scott Craig, der sein Kursziel auf $260 verbesserte. Der Grund: Craig zeigt sich sehr optimistisch für die künftigen Verkaufschancen des Blockbuster-Produkts iPhone. Die Konsensschätzung von 33 Mio. verkauften Geräten im laufenden Geschäftsjahr sei auch dann erreichbar, wenn kein Verkaufs-Deal mit dem Netz-Betreiber Verizon zustande kommt. Darüber hatte es in den vergangenen Tagen Spekulationen gegeben. In 2011 könnten 55 Mio. iPhones verkauft werden, falls Apple neue Geschäftspartner gewinnt, einschließlich Verizon.
Der Smartphone-Rivale Research in Motion, Hersteller des Smartphones BlackBerry, verlor dagegen 0,7 Prozent auf 69,50 Dollar.
Palm minus 4,2 Prozent auf 5,71 Dollar.
TiVo plus 5,9 Prozent auf 17,50 Dollar. Der Anbieter von Systemen zur Verwaltung & Speicherung von TV-Programmen, gewann gestern einen Rechtsstreit. Dabei ging es um ein Patent, das angeblich von den Rivalen Dish Network und Echostar verletzt wurde. Das führte heute zu 2 Upgrades. JP Morgan beförderte das Papier von Neutral auf Overweight und katapultierte das Kursziel von $15 auf $23. Der Broker Kaufman Brothers bestätigte sein Buy-Rating und schraubte sein Kursziel von $14 auf $19 hoch.
Am Montag sind dort außerdem die Q4-Zahlen fällig.
Die Chip-Gruppe bewegte sich etwa im Gleichschritt mit den übrigen Technologiepapieren:
SanDisk plus 3,6 Prozent auf 33,32 Dollar.
Marvell Technology plus 1,3 Prozent auf 20,40 Dollar. Der auf den Bermudas ansässige Chip-Konzern schlug gestern bei Gewinn, Umsatz & Gewinnmarge die Erwartungen der Wall Street. Die Reaktion war zunächst verhalten (nachbörslich deutliche Kursverluste).Anregend wirkte aber der Broker FBR Capital. Dort wurde das Outperform-Rating bestätigt und das Kursziel von $25 auf $27 aufgebessert.
Der Philadelphia Semiconductor Sector Index, der 19 Halbleiter-Titel erfasst, plus 1,4 Prozent auf 351 Punkte.
Ciena sprang 14,6 Prozent auf 16,01 Dollar. Der Netzwerkausrüster wurde vom Broker Cowen & Co. angeregt. Dessen Analyst John Marchetti beförderte das Nasdaq-Papier von "Neutral" auf "Outperform". Marchetti glaubt, dass die Aktie in den kommenden 12 Monaten ein Kurspotential von 40% to 50% besitzt.
Der Grund: Die derzeit ablaufende Übernahme des Ethernet Networking Produkt-Geschäfts des untergegangenen Rivalen Nortel verschaffe Ciena beträchtlichen zusätzlichen Umsatz. Außerdem profitiere der Infrastruktur-Konzern vom Aufbau von Glasfasernetzen in den Städten und zusätzlicher Nachfrage von Handy-Netzbetreibern sowie einem Ausbau der Kommunikationsnetze in den Unternehmen.
Internet: Wachgeküsst?
Google avancierte 1,7 Prozent auf 564,21 Dollar. Die Aktie wurde in den vergangenen Wochen an der Wall Street eher vernachlässigt, diese Woche aber anscheinend wieder wachgeküsst.
Daran beteiligte sich heute auch Analyst Mark Mahaney von der Citigroup. Mahaney bekräftigte heute sein Buy-Rating mit Kursziel $640. Der jüngste Kursrückschlag (12% ) schaffe eine gute Kaufgelegenheit. Das Einnahmenwachstum aus dem Suchgeschäft solle sich - auch dank zahlreicher Innovationen - beschleunigen. Außerdem rechnet Mahaney mit zusätzlich wachsenden Einnahmen aus dem Geschäft mit der Display-Werbung. Optimistisch ist der Analyst auch für die Google-Tochte Youtube. Für 2011 erwartet Mahaney dort Einnahmen im Volumen von 1 Mrd. Dollar.
Der Broker Kaufman Brothers bestätigte Google heute als seinen Top-Pick. Das Suchgeschäft profitiere vor allem von der sich abzeichnenden Beschleunigung im E-Commerce und bei den Online-Reisebuchungen.
Yahoo plus 1,6 Prozent auf 16,06 Dollar.
Baidu, Chinas Marktführer bei den Suchmaschinen, bröckelte 0,6 Prozent auf 520,75 Dollar. Nach der Rally der Vortage, die zu einem neuen Allzeithoch führt, nahmen wohl einige Spieler etwas Geld vom Tisch. Seit Jahresanfang gewann die Chinesen bereits 26%, in den vergangenen 52 Wochen gab es ein Plus von 222%.
AOL (an der New York Stock Exchange notiert) plus 1,3 Prozent auf 25,74 Dollar.
Das Online-Kaufhaus Amazon.com plus 0,3 Prozent auf 128,91 Dollar. Nach dem Zwischenspurt der Vortage nahm man heute den Fuß vom Gas. Möglicherweise dämpfte die heutige Begeisterung für den April-Start des Apple iPads, einem möglichen Rivalen zum Amazon E-Book-Reader Kindle. Die Makro-Daten (Arbeitsmarkt, Konsum) sprechen aber weiterhin für die Aktie.
Der Rivale Ebay gewann 3,6 Prozent auf 24,63 Dollar.
Die Online-Videothek Netflix minus 0,5 Prozent auf 67,65 Dollar. Anscheinend gab es hier ebenfalls Gewinnmitnahmen
Rohstoffe: Im Gleichschritt mit dem Aktienmarkt
Öl: Konjunkturdaten schrauben Preis in die Höhe
Die Konjunkturdaten schraubten auch den Ölpreis in die Höhe. Der April-Kontrakt für Crude verteuerte an der New York Mercantile Exchange um 1,29 Dollar und schloss auf 81,50 Dollar.
Gold: Allgemeine Begeisterung
Die allgemeine Begeisterung über die guten US-Jobdaten regte auch den Goldmarkt an. Der Gold-Kontrakt für April stieg heute an der New York Mercantile Exchange um 4,40 Dollar und schloss auf 1.137,50 Dollar. Nachbörslich pendelte das Edelmetall bei 1.133,20 Dollar.
Ausblick: Ruhe nach dem Sturm?
Geht es nach dem Terminkalender sollte die kommende Woche ruhig verlaufen. Überraschungen sind aber das Salz der Erde.
Montag:
Dienstag:
Mittwoch:
16:00 Uhr Lagerhaltung Großhandel Januar, 16:35 Uhr Ölvorräte der Vorwoche
Donnerstag:
14:30 Uhr Arbeitslosenmeldungen der Vorwoche
Quartalszahlen: National Semiconductor (Chips)
Freitag:
14:30 Uhr Einzelhandelsumsätze Februar (die Veröffentlichungen zahlreicher Ladenketten fielen gestern überraschend stark aus), 16:00 Uhr Lagerhaltung Gesamtwirtschaft Januar
(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Maier Gerhard, Redakteur)
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