Der S&P500 hat seine Nackenlinie erreicht und gestern bereits leicht unterschritten:

Damit ist der erste Teil der Vorhersage schon einmal eingetroffen. Nun wird es wirklich spannend. Kommt es, wie so oft bei dieser Formation, zu dem Fehlsignal, oder haben die Märkte wirklich fertig, und wir sehen weiter fallende Kurse bis zur 900-Punkte-Marke und tiefer?
Dow Jones hat noch etwas Platz
Allerdings muss beachtet werden, dass der Dow Jones noch etwas Platz hat, bis er die Nackenlinie erreicht:

Und auch im DAX fehlen noch ein paar Pünktchen
Dazu werfen wir noch einmal einen Blick auf die DAX-Analyse nach der Target-Trend-Methode:

Der DAX ist, wie man nun deutlich sieht, oben an der 6.335er Marke nachhaltig gescheitert. Damit wurde das blaue Target nicht aktiviert, es blieb für den weiteren Verlauf unerheblich. Anschließend durchbrach der DAX die Mittelline des grünen Aufwärtstrends. An dieser Stelle gab es eine Konsolidierung, welche die Relevanz der Mittellinie erneut bestätigte. Später wurde dann, wie bereits erwartet, auch der steilere, schwarz-gestrichelte Aufwärtstrend gebrochen.
Die nächste wichtige Marke liegt nun bei 5.900 Punkten. Hier befindet sich die Mittellinie des blauen Rechtecks (blau gestrichelte Linie). Sollte es bei den US-Indizes zu einem Fehlsignal kommen, könnte der DAX an dieser Marke eine Umkehr starten. Das muss abgewartet werden.
Oder seitwärts
Sollte diese Mittelllinie brechen, würde ich auch nicht mehr darauf wetten, dass der grüne Trendkanal hält. Es sähe dann zu sehr nach einer großen Seitwärtsbewegung aus, die bei 5.600 Punkten, aber auch bei 5.450 Punkten eine untere Begrenzung finden würde. Es bleibt also festzuhalten, dass sich das Bild besonders durch den gestrigen Tag doch erheblich eingetrübt hat.
(Hinweis: Die alten Aufwärtstrendlinien (hier rot gestrichelt) scheinen nun keine Relevanz mehr für den Kursverlauf zu haben, so dass ich sie entfernen werde. Ebenso die Linien des schwarz-gestrichelten Aufwärtstrends.)
ADP-Bericht enttäuscht
Wenig ermutigend ist, dass der ADP-Bericht enttäuschte, der gemeinhin als Vorindikator für den US-Arbeitsmarktbericht am Freitag gilt. Demnach sind im Juni lediglich 12.000 Stellen geschaffen worden. Analysten hatten mit einem Anstieg um 60.000 Stellen gerechnet.
Und so verwundert es nicht, dass Analysten für Freitag einen Stellenabbau in den USA um bis zu 100.000 Stellen prognostizieren. Für die Märkte sind diese schlechten Zahlen positiv, denn es ist zurzeit wahrscheinlicher, dass sie nach oben übertroffen werden. Sollte der Stellenabbau jedoch noch größer ausfallen, könnte der Freitag ein dunkelroter Tag werden.
Viele Grüße
Jochen Steffens
