Gewinne bei den Finanzwerten haben dem
US-Aktienmarkt am Mittwoch ins Plus verholfen. Schnäppchenjäger
hätten Händlern zufolge besonders bei den Unternehmen zugegriffen,
die vom Staat gestützt worden seien. Diese Firmen sollten von einer
wirtschaftlichen Erholung besonders profitieren, hieß es. Auch eine
geplante Übernahme im Pharmabereich habe die Stimmung der Anleger
aufgehellt.
Der Dow Jones baute seine Vortagesgewinne aus und
legte um 0,28 Prozent auf 10.593,93 Zähler zu. Für den S&P-500-Index
ging es um 0,58 Prozent auf 1.147,01 Punkte hoch. An der
Nasdaq stieg der Composite-Index um 0,79 Prozent auf
2.359,06 Zähler. Der Auswahlindex Nasdaq-100-Index verbesserte sich um 0,78 Prozent auf 1.916,12 Punkte.
Im Dow gehörten Finanzwerte zu den größten Gewinnern. So stiegen
die Papiere der Bank of America an der
Index-Spitze um 2,74 Prozent auf 17,26 US-Dollar. Aktien von
JPMorgan legten dahinter um 2,26 Prozent auf
43,38 Dollar zu.
Für Anteilsscheine des ehemaligen Dow-Wertes Citigroup gaben Anleger 4,45 Prozent mehr aus und bezahlten 3,99
Dollar. Das staatlich gestützte Unternehmen besorgt sich frisches
Geld und verkauft seine Immobilientochter. Citi Property Investors
geht laut mehreren Medienberichten an den Finanzinvestor Apollo
Management. Die 65 Gebäudekomplexe in 26 Ländern sind mit 12,5
Milliarden Dollar (9 Milliarden Euro) in den Büchern der US-Großbank
bilanziert. Die Schulden abgezogen, liegt der Wert Us-Medien zufolge
noch bei 3,5 Milliarden Dollar.
Branchenkenner erwarten in den kommenden Monaten bei der
Citigroup weitere Verkäufe. Die Bank teilt dieses Schicksal mit dem
einst weltgrößten Versicherungskonzern American International Group
(AIG) , der sich ebenfalls von Filetstücken
trennen muss, um seine Rechnung beim Steuerzahler zu begleichen.
AIG-Titel schnellten um 9,98 Prozent auf 36,04 Dollar in die Höhe.
Aktien des Hypothekenfinanzierers Fannie Mae gewannen 3,74 Prozent auf 1,11 Dollar. Der Konzern hatte im
abgelaufenen Jahr einen gigantischen Verlust aufgetürmt und ist
weiterhin auf die Hilfe des Steuerzahlers angewiesen.
Wie am Vorabend nach US-Börsenschluss bekannt wurde, will der
Pharmakonzern Abbott Laboratories das
Biotech-Unternehmen Facet Biotech übernehmen. Abbott
bietet 27 Dollar pro Aktie oder insgesamt rund 450 Millionen Dollar.
Damit sticht Abbott das feindliche Übernahmeangebot des US-Konzerns
Biogen Idec vom vergangenen Jahr aus. Titel von
Facet Biotech sprangen um 65,91 Prozent auf 26,96 Dollar in die
Höhe, während Abbott-Aktien um 0,86 Prozent auf 55,27
Dollar zulegten. Biogen-Titel gewannen 1,21 Prozent auf 58,54
Dollar.
Im Technologiesektor rückten zudem die Anteilsscheine von Google
in den Blick. Der Internetsuchmaschinen-Betreiber verstärkt seinen
Angriff auf das Kerngeschäft von Microsoft und eröffnet für sein
Bürosoftware-Angebot "Google Apps" einen Online-Marktplatz. Googles
Geschäftskunden können über "Google Apps Marketplace" ab sofort auf
zahlreiche Anwendungen von Dritt-Entwicklern zugreifen.
Google-Aktien stiegen um 1,47 Prozent auf
568,42 Dollar. Die von Microsoft legten etwas
weniger stark zu und rückten um 0,80 Prozent auf 29,03 Dollar
vor./la/he
AXC0176 2010-03-10/17:13