Die Gewerkschaften Transnet und GDBA unterstützen die angekündigten neuen Sicherheitspläne der Deutschen Bahn. In einer gemeinsamen Mitteilung werteten GDBA-Vize Peter Troege und Transnet- Vorstand Martin Burkert die Pläne als "ersten richtigen Schritt". Mit einer Sicherheitsoffensive will die Bahn gegen Gewalt und Sachbeschädigung in Zügen und an Bahnhöfen vorgehen. Ein Bahnsprecher bestätigte am Sonntag einen entsprechenden Bericht der "Bild am Sonntag". Allein bei der Berliner S-Bahn soll die Zahl der Sicherheitsleute um zehn Prozent aufgestockt werden.
Troege und Burkert forderten, dass die zusätzlich eingesetzten Beschäftigten eine "dauerhafte Perspektive" bekommen. Die .3350 eigenen Sicherheitskräfte der Bahn sollen laut Zeitung um 150 Mann aufgestockt werden. Geschulte Mitarbeiter sollten in Zukunft nicht nur an einem Bahnhof eingesetzt werden, sondern bundesweit. Rund 11.000 Service-Mitarbeiter, Kundenbetreuer und Zugbegleiter sollten in Sicherheitstrainings der Bundespolizei besser geschult werden.
GEWERKSCHAFT: RUND 900 BESCHÄFTIGTE DER BAHN BEI ANGRIFFEN VERLETZT
Das Konzept sehe auch vor, dass die 6.500 Überwachungskameras in Zügen und Bahnhöfen künftig detailliertere Aufnahmen liefern. Eine neue Software solle helfen, verdächtige Gegenstände und auffällige Personenbewegungen zu erkennen.
Nach Angaben der Gewerkschaften wurden 2008 rund 900 Beschäftigte der Bahn bei gewaltsamen Angriffen verletzt. In einer Umfrage gab die Hälfte der Zugbegleiter an, dass sie sich auf der Arbeit nicht ausreichend sicher fühlen.
Ein Bahnsprecher bezeichnete dagegen im dpa-Gespräch Bahnfahren als sicher. Während die Polizeikriminalstatistik im Jahr 2008 deutschlandweit pro 100.000 Einwohner 7.500 Straftaten zählte, hätte es bei der Bahn nur 17 Straftaten pro 100.000 Reisende gegeben. Mit der Sicherheitsoffensive wolle die Bahn dafür sorgen, dass die Zahl weiter sinke./ul/DP/he
AXC0054 2010-03-14/17:04
