Die Deutsche Bank will ihre
Aktionäre auch mit der Dividende baldmöglichst wieder angemessen am
Gewinn beteiligen. "Von dieser Politik gibt es keine grundsätzlich
Abkehr", sagte Finanzvorstand Stefan Krause der "Börsen-Zeitung"
(Samstagausgabe). Für 2009 will die Bank eine von 50 auf 75
Euro-Cent angehobene Dividende zahlen und damit nicht einmal zehn
Prozent ihres Gewinns von fünf Milliarden Euro ausschütten. Vor der
Finanzkrise war auf mittlere Sicht eine Ausschüttungsquote von 50
Prozent in Aussicht gestellt worden.
"Wir hoffen, dass wir mit unserer Ausschüttung möglichst schnell
wieder an die Zeit vor der Krise anknüpfen können, sobald die
Eigenkapitalausstattung den künftigen neuen Anforderungen
entspricht", sagte Krause weiter. Gemessen an ihrer Zielmarke
verfügt die Bank über rund sieben Milliarden Euro an zusätzlichem
Eigenkapital. Doch sei die Integration der übernommenen Filialen von
ABN Amro in den Niederlanden und der gesamten Sal.-Oppenheim-Gruppe
mit einem gewissen Kapitalbedarf verbunden. Allein für Sal.
Oppenheim könne man von einem Bedarf von mehr als drei Milliarden
Euro ausgehen.
"Und irgendwann könnte die Akquisition der Postbank auf der Agenda stehen", sagte Krause. Hinzu kämen die Auswirkungen
der regulatorischen Änderungen, und dann wolle die Bank auch wieder
wachsen und Chancen nutzen, die sich in der Nachkrisenzeit ergäben.
"Es wird also nicht an vernünftigen Verwendungszwecken für unser
Eigenkapital mangeln"./he
ISIN DE0005140008
AXC0060 2010-03-14/19:33