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Postbank will 2010 wieder "klar schwarze Zahlen" schreiben

DJ Postbank will 2010 wieder "klar schwarze Zahlen" schreiben

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Postbank AG rechnet für 2010 mit einer im Vergleich zu Nicht-Krisenjahren erhöhten Risikovorsorge und weiteren Wertkorrekturen, will aber trotz der nach wie vor schwierigen Rahmenbedingungen wieder "klar schwarze Zahlen" schreiben. Dazu beitragen sollen sinkende Kosten und "solide" Erträge aus dem Kundengeschäft, erklärte Stefan Jütte, Vorsitzender des Vorstands, am Montag in einem Brief an die Aktionäre. Jütte bekräftigte, die Einnahmen voll zur Stärkung des Eigenkapitals nutzen zu wollen und bis 2012 keine Dividende an die Aktionäre auszuschütten.

Insgesamt sollen die Verwaltungskosten bis 2012 gegenüber dem Jahr 2008 um 5% heruntergefahren werden. Zudem wird die Bank die Zahl ihrer Vollzeit-Mitarbeiter bis 2012 auf 19.000 senken. Derzeit beschäftigt die Bank rund 20.900 Vollzeitkräfte (Stand: Ende 2009). Der Abbau soll sozialverträglich geschehen.

Zudem treibt die Postbank den Abbau von Kapitalmarktbeständen voran und will das Portfolio bis Ende 2013 im Vergleich zur Mitte des Jahres 2008 um rund 45% reduzieren. Die Aktienpositionen hatte sie bereits im Vorjahr komplett abgebaut.

Mit Blick auf das Zinsergebnis rechnet die Postbank angesichts des niedrigen Zinsniveaus mit anhaltenden Druck. Auch beim Provisionsergebnis ließen sich Steigerungen bei dem intensiven Wettbewerb in Deutschland nur Schritt für Schritt erreichen, erklärte die Bank, an der die Deutsche Bank knapp 30% hält. "Daran wird sich sicherlich auch in den kommenden Jahren kaum etwas ändern", kündigte die Postbank an.

Die Postbank hatte im Februar für das abgelaufene Jahr angesichts eines hohen Risikopuffers einen Vorsteuerverlust von 398 Mio (Vorjahr angepasst: minus 1,064 Mrd) EUR gemeldet. Nach Steuern wies die Bank dank eines Steuereffekts einen Gewinn von 76 (minus 886) Mio EUR aus. Die Steuerposition belief sich auf 475 (179) Mio EUR.

Webseiten: www.postbank.de 
 
   -Von Madeleine Nissen, Dow Jones Newswires; 
   +49 (0)69 - 29725 115, madeleine.nissen@dowjones.com 
   DJG/maw/brb 

(END) Dow Jones Newswires

March 15, 2010 07:09 ET (11:09 GMT)

Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.

© 2010 Dow Jones News
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