DJ MORNING BRIEFING - Märkte (USA/Asien)
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FEIERTAGSHINWEIS
MONTAG: In Japan bleibt die Börse aufgrund des Feiertages "Frühlingsanfang" geschlossen.
TAGESTHEMA
Das US-Repräsentantenhaus hat am Sonntag den Gesetzentwurf für eine historische Gesundheitsreform gebilligt und US-Präsident Barack Obama damit zu seinem wichtigsten innenpolitischen Erfolg verholfen. Nach zehnstündiger heftiger Debatte stimmten 219 Abgeordnete für den Senatsentwurf, 212 dagegen. Obama hatte sich mit Zugeständnissen an die Abtreibungsgegner in den eigenen Reihen die Zustimmung gesichert. Bei der Abstimmung für den Entwurf, der bereits im Dezember vom Senat verabschiedet worden war, hatte Obama mindestens 216 Befürworter gebraucht. Anschließend stimmte das US-Repräsentantenhaus auch noch über Änderungs- und Ergänzungsvorschläge ab. Dieser geänderte Entwurf ("Reconciliation Bill") geht voraussichtlich dann noch in dieser Woche in den Senat, der ihn durch eine Sonderregelung abschließend mit einfacher Mehrheit der Demokraten verabschieden kann. Auf diese Weise umgeht das Oberhaus die Sperrminorität der Republikaner.
AUSBLICK KONJUNKTUR
13:30 US/Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) Februar
MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR
US-BANKENSEKTOR
Fed-Chairman Ben Bernanke hat erneut davor gewarnt, das Problem sehr großer und systemisch wichtiger Banken aus dem Auge zu verlieren, die "zu groß zum Scheitern" sind. "Es ist nicht zumutbar, dass das Schicksal der Weltwirtschaft so eng mit einer kleinen Gruppe gigantischer Finanzinstitute verknüpft sein soll", sagte Bernanke.
US-FED
Die Fed muss nach dem Urteil eines Berufungsgerichts alle Unternehmen nennen, die an ihren im Zuge der Finanzkrise aufgelegten Kreditprogrammen teilgenommen haben.
PETROBRAS
hat im vierten Quartal 2009 dank einer wieder anziehenden Nachfrage einen Gewinnanstieg über den Erwartungen verbucht. Im Gesamtjahr waren die Erträge aber aufgrund der Aufwertung des brasilianischen Real und niedrigerer Ölpreise rückläufig.
ARGENTINIEN
Das Wirtschaftswachstum hat sich in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres beschleunigt. Das BIP stieg zwischen Oktober und Dezember 2009 um 2,6% zum Vorjahresquartal. Im dritten Jahresviertel hatte das BIP lediglich um 1,9% höher gelegen.
CHINA
Chinas Wirtschaftsminister hat die USA davor gewarnt, aufgrund der Stärke der chinesischen Währung Handelssanktionen zu verhängen. Peking werde solche Maßnahmen nicht einfach ignorieren, sagte Chen Deming. Die beiden Länder liefern sich derzeit einen verbalen Schlagabtausch über den Wechselkurs des Yuan.
MÄRKTE AKTUELL (7.30 Uhr)
INDEX Stand +/- % S&P-500-Future 1.152 0,4 Nasdaq-Future 1.923 -0,5 Hang-Seng-Index 21.009 -1,7 Shanghai-Composite 3.070 0,1 Kospi 1.673 -0,8
DEVISEN
DEVISEN zuletzt +/- % EUR/USD 1,3509 -0,2% EUR/JPY 122,2181 -0,2% EUR/CHF 1,4357 0,0% USD/JPY 90,4850 0,0% USD/CHF 1,0628 0,2% GBP/USD 1,4959 -0,3% EUR/GBP 0,9031 0,1%
ÖLPREIS (NYMEX LIGHT SWEET)
aktuell Vortag New York USD 80,21 80,68
Die Aufwertung des Dollar hat den Ölpreis nachgeben lassen. Der nächstfällige April-Kontrakt auf ein Barrel Leichtöl der Sorte WTI fiel zeitweise unter 80 USD. Für den Kontrakt wurde schließlich ein Settlement-Preis von 80,68 USD ermittelt, der um 1,8% bzw 1,52 USD unter dem des Vortags lag. Neben dem stärkeren Dollar belasteten die Kursverluste an den Aktienmärkten den Ölpreis.
AKTIEN TOKIO (SCHLUSS)
Die Aktienmärkte in Tokio waren feiertagsbedingt geschlossen.
AKTIEN CHINA (MITTAGS)
Knapp behauptet - Nach Gewinnen im frühen Handel verbuchen die Aktien in China bis zum Mittag Abschläge. Teilnehmer verweisen auf die Abschläge bei Immobiliengesellschaften. Hier fragen sich die Investoren, ob die Ankündigung der Regierung, die Tätigkeit von staatseigenen Firmen zu begrenzen, die Baulandpreise drücken könnte. Auch in Hongkong stehen bei insgesamt schwacher Tendenz die Immobilienaktien besonders unter Druck. Hier belastet Händlern zufolge vor allem die Zinserhöhung in Indien am Freitag. Auf den Märkten laste die Sorge, dass andere Notenbanken in Asien nachziehen werden.
AKTIEN SEOUL (SCHLUSS)
Leichter - Anhaltende Verkäufe ausländischer Investoren haben am Montag die Aktienkurse in Seoul nach unten geführt. Die Korrektur an Wall Street nach der indischen Zinsanhebung habe ebenso belastet wie die wieder aufgefrischte Sorgen wegen der griechischen Schuldenlast. Diese Faktoren hätten den Investoren den Vorwand für eine Atempause geliefert, sagte Kwak Joong-bo von Hana Daetoo Securities. Indexschwergewichte litten unter Programmverkäufen.
RÜCKBLICK US-MÄRKTE
US-NACHBÖRSE
Nach einem volatilen nachbörslichen Handel haben Palm am Freitag um 0,5% nachgegeben. Im regulären Handel war der Titel bereits um 28,5% eingebrochen. Zwar hat das Unternehmen im dritten Geschäftsquartal seinen Verlust verringert, doch enttäuschte der pessimistische Umsatzausblick die Anleger. Mit Abschlägen in unterschiedlichem Ausmaß tendierten Sprint Nextel und Verizon Communications, die mit Palm kooperieren. Sprint fielen um 1,1%, Verizon Communications gaben 0,1% ab.
NYSE-ECKDATEN
Vortag Umsatz (Aktien) 1,98 Mrd 925 Mio Gewinner 901 Verlierer 2.147 Unverändert 97
INDIZES
DJIA 10.742 -0,4% S&P-500 1.160 -0,5% Nasdaq-Comp 2.374 -0,7% Nasdaq-100 1.933 -0,6%
Etwas leichter - Die überraschende Zinserhöhung der indischen Notenbank belastete die Märkte. Zusätzlich überschattet wurde das Geschehen von der Ungewissheit um etwaige Finanzhilfen für Griechenland. Dem negativen Trend entzogen sich Coca-Cola, die um 1,5% zulegten. Boeing, die den größten Teil der Sitzung ebenfalls im Plus gelegen hatten, schlossen 0,2% niedriger. Das Unternehmen will die Produktionszahlen einiger Flugzeugtypen früher als erwartet erhöhen. Die Aktien des Ölkonzerns Exxon Mobil büßten 0,5% ein. Merck & Co verloren 1%. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte davor gewarnt, dass die Einnahme des Merck-Medikaments "Zocor" in der 80-mg-Dosierung das Risiko von Muskelverletzungen erhöhen könnte. Im Technologiesektor brachen Palm um 28,5% ein. Zwar hat das Unternehmen im dritten Geschäftsquartal seinen Verlust verringert, doch enttäuschte der pessimistische Umsatzausblick die Anleger.
TREASURYS
Änderung Rendite 10-Jährige 99-15/32 -3/32 3,69% 30-Jährige 100-25/32 +8/32 4,57%
Knapp behauptet - Nur der Longbond entzog sich dem negativen Trend. Er profitierte von der Ungewissheit um etwaige Finanzhilfen für Griechenland und den schwachen Aktienmärkten, wie Händler sagten. Titel mit kürzeren Laufzeiten seien wegen der bevorstehenden Treasury-Auktionen gemieden worden. Konjunkturdaten, an denen der Markt sich hätte orientieren können, wurden nicht veröffentlicht.
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March 22, 2010 02:35 ET (06:35 GMT)
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