DJ INTERVIEW/ArcelorMittal sieht steigende Eisenerzimporte Chinas
Von Alex MacDonald DOW JONES NEWSWIRES
LONDON (Dow Jones)--Der weltgrößte Stahlkonzern Arcelor Mittal rechnet mit einem weiteren Anstieg der chinesischen Eisenerzimporte. Dies werde zu einer weiteren Beschränkung des Angebots führen und die westlichen Verbraucher dazu zwingen, ihren Bedarf verstärkt aus eigenen Quellen oder über langfristige Lieferkontrakte zu decken, sagte Bill Scotting, der für Strategie zuständige Manager der Arcelor Mittal Group, in einem Interview mit Dow Jones Newswires.
Chinas Eisenerzreserven seien begrenzt und der Eisenerzgehalt der chinesischen Vorkommen sinke schnell. Vor diesem Hintergrund habe sich Arcelor Mittal entschieden, bis 2014 rund 75% seines Eisenerzbedarfs aus eigenen Quellen oder über langfristige Lieferkontrakte decken zu wollen, sagte Scotting. 2009 lag der Wert bei 64%. Damit ist Arcelor Mittal einer der größten Eisenerzproduzenten der Welt.
"China deckt mehr als die Hälfte des Eisenerzbedarfs über Importe. Zusammen mit der wachsenden Stahlnachfrage in China wird dies viel Druck auf die Versorgung mit Eisenerz ausüben", sagte Scotting.
China hat im vergangenen Jahr rund 68% der weltweit gehandelten 1 Mrd Tonnen Eisenerz verbraucht, schätzt Bernstein Research. 2007 lag der Anteil lediglich bei 50%.
Die Verhandlungen zwischen den Stahlkonzernen und Eisenerzproduzenten über die jährlichen Benchmark-Preise für Eisenerz sind noch nicht beendet. Die Stahlhersteller haben aber bereits gewarnt, dass die Eisenerzpreise um 80% bis 90% steigen könnten.
Webseite: www.arcelormittal.com -Von Alex MacDonald, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 104, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/has/brb Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de
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March 25, 2010 14:12 ET (18:12 GMT)
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