DJ Schweizer Behörden verschärfen Liquiditätsregeln für Großbanken
ZÜRICH (Dow Jones)--Die Aufsichtsbehörden für die Finanzaufsicht in der Schweiz haben am Mittwoch die Liquiditätsanforderungen für die großen Banken des Landes verschärft. Das Liquiditätsregime für Großbanken sei in Zusammenarbeit mit Credit Suisse (CS) und UBS "im Interesse eines stabilen Schweizer Finanzplatzes" grundlegend überarbeitet worden, erklärten die Schweizerische Nationalbank (SNB) und die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA). Kernelement des neuen Liquiditätsregimes sei ein durch FINMA und SNB definiertes "strenges Stressszenario".
Das neue Stressszenario umfasse eine allgemeine Krise auf den Finanzmärkten und gleichzeitig einen Vertrauensverlust der Gläubiger in die Bank. Die neuen Liquiditätsanforderungen verlangen den Angaben zufolge, dass die Banken in der Lage sind - insbesondere durch Haltung einer angemessenen Reserve erstklassiger liquider Aktiven - die in diesem Szenario geschätzten Ausflüsse während mindestens 30 Tagen decken zu können.
Die Großbanken müssen der FINMA erstmals per 30. Juni 2010 und danach monatlich nachweisen, dass sie die neuen Anforderungen erfüllen. Mit den alten Vorschriften aus dem Jahr 1988 habe die geforderte Krisenresistenz für große, global tätige Schweizer Banken nicht gewährleisten werden können, heißt es in einer Mitteilung der FINMA.
Webseiten: www.snb.ch
www.finma.ch
- Von Katharina Bart, Dow Jones Newswires;
+49 (0) 69 297 25 300, konjunktur.de@dowjones.com
DJG/DJN/kth/kla
Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de
(END) Dow Jones Newswires
April 21, 2010 12:40 ET (16:40 GMT)
Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.
