DJ Griechenland beantragt Finanzhilfe von EU und IWF
ATHEN (Dow Jones)--Das massiv verschuldete Griechenland wird Finanzhilfe bei der Europäischen Union und dem Internationalem Währungsfonds (IWF) beantragen. Premierminister Giorgos Papandreou sagte am Freitag bei einer Fernsehansprache, es sei nun die Zeit gekommen, den mit EU und IWF vereinbarten Hilfsmechanimus zu aktivieren. "Es ist eine Notwendigkeit, eine extreme Notwendigkeit, eine nationale Notwendigkeit." Die Entwicklungen an den Finanzmärkten bedrohten die griechische Wirtschaft.
Papandreou sagte weiter, er habe daher Finanzminister Giorgos Papakonstantinou beauftragt, alles Erforderliche in die Wege zu leiten. Papakonstantinou will am Freitag nach Washington aufbrechen, um sich dort am Samstag mit IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn zu beraten.
Die EU hatte sich Ende März auf ein Unterstützungspaket für Griechenland verständigt, das neben Hilfen des IWF auch die Möglichkeit von Krediten der Euroländer umfasst. Innerhalb eines Jahres soll sich Griechenland auf diese Weise bis zu 30 Mrd EUR zu einem Zinssatz von rund 5% leihen können; hinzu kämen Hilfen des IWF von bis zu 15 Mrd EUR.
Nachdem die europäische Statistikbehörde am Donnerstag das Staatsdefizit Griechenlands für 2009 nochmals auf 13,6% nach oben revidiert hatte, waren die Risikoaufschläge für griechische Staatsanleihen auf neue Rekorde gestiegen. Insgesamt hat Griechenland Schulden in Höhe von rund 300 Mrd EUR.
-Von Alkman Granitsas, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 300, konjunktur.de@dowjones.com DJG/DJN/apo/hab
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April 23, 2010 06:30 ET (10:30 GMT)
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