HAMBURG (dpa-AFX) Der Halbleiterspezialist Infineon
Infineon habe bereits Rückstellungen für etwaige Zahlungen gebildet, sagte ein Unternehmenssprecher der Zeitung. Das Ergebnis dieses Jahres werde somit nicht durch eine Kartellstrafe belastet. Infineon hatte das Speicherchipgeschäft in der Tochter Qimonda abgespalten und 2006 an die Börse gebracht. Infolge der schweren Chipkrise meldete Qimonda Anfang 2009 Insolvenz an.
Infineon hat dem Blatt zufolge eingeräumt, die Preise für
DRam-Speicherchips abgesprochen zu haben mit den Konkurrenten
Samsung Electronics
Es ist der erste Kartellfall, den die EU-Kommission nach dem im Sommer 2008 eingeführten Vergleichsverfahren beilegt. Damit wollen die Brüsseler Wettbewerbshüter die Dauer der Ermittlungen verkürzen. Räumt ein Unternehmen die illegalen Absprachen ein, kann es mit einer um ein Zehntel reduzierten Strafe rechnen. Theoretisch kann die EU-Kommission für Kartellvergehen Geldbußen von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes verhängen./stb/tw
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AXC0020 2010-05-18/07:40