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In Thailand gab es in den letzten Wochen immer wieder Chancen auf eine halbwegs friedliche Lösung des dortigen politischen Konflikts. Diese Chancen wurden sowohl von der Regierung als auch von dem radikalen Flügel unter den protestierenden "Rothemden" leichtfertig verspielt. Die Folgen können derzeit auf allen Nachrichtensendern besichtigt werden. In Bangkok regiert mehr denn je die Gewalt. Die Hauptstadt des florierenden und investorenfreundlichen Landes scheint im Chaos zu versinken.
Zwar haben die Anführer der Rothemden offiziell kapituliert, nachdem Regierungskräfte am Mittwoch mit roher Gewalt deren Lager und Befestigungsanlagen gestürmt haben. Die Hoffnung, dass mit diesem Befreiungsschlag nun wenigstens wieder Ruhe und Ordnung einkehren würden, hat sich aber keineswegs erfüllt. Stattdessen sorgen Untergruppen der Rothemden jetzt im gesamten Stadtgebiet für Angst und Schrecken. Kaufhäuser, Banken und das Gebäude der Börse Bangkok stehen in Flammen. Die Sicherheitskräfte beantworten die Übergriffe mit dem Gebrauch scharfer Waffen. An vielen Stellen in der Stadt wird geschossen; Autos und Barrikaden brennen. Hinzu kommt, dass radikalisierte Rothemden ihre Terroraktionen jetzt auch auf andere Städte im Norden des Landes ausgeweitet haben. Derartige Überraschungsschläge sind weit schwerer unter Kontrolle zu bringen als die bisherigen Aktionen, die auf ein bestimmtes Stadtviertel begrenzt waren. Für
Investoren sind solche Entwicklungen nur wenig vertrauenserweckend; und es erstaunt immer wieder, dass die Marktteilnehmer in Bangkok die äußerst kritische Situation bisher recht gelassen hingenommen haben. Zwar zogen vor allem Auslandsanleger in den letzten Wochen rund eine Milliarde Dollar an Kapital ab. Dem stehen allerdings 1,2 Milliarden Dollar gegenüber, die der Börse Bangkok in den ersten vier Monaten des Jahres aus Übersee zugeflossen sind. Seit Jahresbeginn ist der thailändische SET im asienweiten Vergleich immer noch einer der Outperformer, und die nackten Wirtschaftsdaten rechtfertigen dies durchaus. Die jüngst geschehene "Ausweitung der Kampfzone" konnte von den Marktteilnehmern allerdings noch nicht berücksichtigt werden, denn gestern Mittag wurde der Handel in Bangkok ausgesetzt, und wird dies auch noch bis zum Ende der Woche bleiben.
"Kaufen, wenn die Kanonen donnern" lautet eine vielzitierte Börsenweisheit, die sich auch in Thailand wieder bestätigen könnte. Die Frage ist nur, wann damit zu rechnen ist, dass der Kanonendonner wieder verstummt. Wir von ASIEN-Trends halten Sie über die Entwicklung in Thailand und an den übrigen asiatischen Börsen selbstverständlich wie gewohnt auf dem Laufenden.
Unter www.asien-trends.de können Sie unseren Börsenbrief ASIE-Trends kostenlos testen.
In Thailand gab es in den letzten Wochen immer wieder Chancen auf eine halbwegs friedliche Lösung des dortigen politischen Konflikts. Diese Chancen wurden sowohl von der Regierung als auch von dem radikalen Flügel unter den protestierenden "Rothemden" leichtfertig verspielt. Die Folgen können derzeit auf allen Nachrichtensendern besichtigt werden. In Bangkok regiert mehr denn je die Gewalt. Die Hauptstadt des florierenden und investorenfreundlichen Landes scheint im Chaos zu versinken.
Zwar haben die Anführer der Rothemden offiziell kapituliert, nachdem Regierungskräfte am Mittwoch mit roher Gewalt deren Lager und Befestigungsanlagen gestürmt haben. Die Hoffnung, dass mit diesem Befreiungsschlag nun wenigstens wieder Ruhe und Ordnung einkehren würden, hat sich aber keineswegs erfüllt. Stattdessen sorgen Untergruppen der Rothemden jetzt im gesamten Stadtgebiet für Angst und Schrecken. Kaufhäuser, Banken und das Gebäude der Börse Bangkok stehen in Flammen. Die Sicherheitskräfte beantworten die Übergriffe mit dem Gebrauch scharfer Waffen. An vielen Stellen in der Stadt wird geschossen; Autos und Barrikaden brennen. Hinzu kommt, dass radikalisierte Rothemden ihre Terroraktionen jetzt auch auf andere Städte im Norden des Landes ausgeweitet haben. Derartige Überraschungsschläge sind weit schwerer unter Kontrolle zu bringen als die bisherigen Aktionen, die auf ein bestimmtes Stadtviertel begrenzt waren. Für
Investoren sind solche Entwicklungen nur wenig vertrauenserweckend; und es erstaunt immer wieder, dass die Marktteilnehmer in Bangkok die äußerst kritische Situation bisher recht gelassen hingenommen haben. Zwar zogen vor allem Auslandsanleger in den letzten Wochen rund eine Milliarde Dollar an Kapital ab. Dem stehen allerdings 1,2 Milliarden Dollar gegenüber, die der Börse Bangkok in den ersten vier Monaten des Jahres aus Übersee zugeflossen sind. Seit Jahresbeginn ist der thailändische SET im asienweiten Vergleich immer noch einer der Outperformer, und die nackten Wirtschaftsdaten rechtfertigen dies durchaus. Die jüngst geschehene "Ausweitung der Kampfzone" konnte von den Marktteilnehmern allerdings noch nicht berücksichtigt werden, denn gestern Mittag wurde der Handel in Bangkok ausgesetzt, und wird dies auch noch bis zum Ende der Woche bleiben.
"Kaufen, wenn die Kanonen donnern" lautet eine vielzitierte Börsenweisheit, die sich auch in Thailand wieder bestätigen könnte. Die Frage ist nur, wann damit zu rechnen ist, dass der Kanonendonner wieder verstummt. Wir von ASIEN-Trends halten Sie über die Entwicklung in Thailand und an den übrigen asiatischen Börsen selbstverständlich wie gewohnt auf dem Laufenden.
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