DJ Hannover Rück will Schadenprognose für Chile-Beben nicht anheben
HANNOVER (Dow Jones)--Die Hannover Rückversicherung AG sieht keine Notwendigkeit, ihre Schadenprognose wegen des Erdbebens in Chile anzuheben. Zudem halte man an der Schadenprognose für die gesunkene Ölplattform im Golf von Mexiko fest, sagte Vorstandsvorsitzender Ulrich Wallin am Dienstag bei der Pressekonferenz der Mutter Talanx. Hannover Rück erwartet Belastungen von 185 Mio EUR wegen des Erdbebens in Chile und 40 Mio EUR wegen der gesunkenen Ölplattform.
Wallin gestand jedoch ein, dass es ein großes Maß an Unsicherheit hinsichtlich der Schadenbelastung wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko gebe. Die Schäden könnten die Versicherungsindustrie noch jahrelang belasten, sagte Wallin.
Der MDAX-Konzern verfolge die Situation aufmerksam und könne Änderungen der Schadenprognosen sowie eine Senkung der Ergebnisprognose im weiteren Jahresverlauf nicht ausschließen, so der Vorstandsvorsitzende weiter. Es sei jedoch weiterhin möglich, die Jahresziele zu erreichen, sofern die weiteren Schadenbelastungen die Erwartungen nicht überträfen.
Für 2010 hat sich Hannover Rück eine Eigenkapitalrendite von mehr als 15%, eine Steigerung der Bruttoprämieneinnahmen um 5% und eine Ausschüttung von 35% bis 40% des Nettogewinns zum Ziel gesetzt.
Am Dienstagmorgen hatte der Wettbewerber Munich Re seine Schadenschätzung für das Erdbeben in Chile auf rund 1 Mrd USD von bislang rund 700 Mio USD angehoben. Dennoch hält auch der Münchener DAX-Konzern weiterhin an seiner Gewinnprognose fest.
Webseite: www.hannover-rueck.de -Von Ulrike Dauer, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 104, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/has/sha
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June 08, 2010 06:43 ET (10:43 GMT)
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