DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
STEUERERHÖHUNG - Die Kanzlerin Angela Merkel spielt mit der FDP ein gefährliches Spiel. Bis zur Wahl von Christian Wulff zum Präsidenten will sie keiner Steuererhöhung zustimmen. Danach aber soll abkassiert werden, heißt es. In Finanzministerium und Unionsfraktion laufen die Vorbereitungen. (Handelsblatt S. 1)
STEUER-CD - Eine schwere Ermittlerpanne droht die Verfahren im Zusammenhang mit der Schweizer Daten-CD zu torpedieren. Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft habe interne Dokumente mit pikanten Details über den Ankauf der CD an Dutzende andere Staatsanwaltschaften verschickt, heißt es. Die Ermittlungen gegen Credit-Suisse-Mitarbeiter seien nun gefährdet, heißt es. (FTD S. 1)
ERDÖL - Die Internationale Energieagentur prognostiziert einen sprunghaften Anstieg des Ölpreises, falls die Welt wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko auf Offshore-Förderung im Meer verzichten sollte. (FAZ S. 12)
ATOMKRAFT - Die Koalition legt sich auf eine Verlängerung der Kernkraftlaufzeiten ohne Beteiligung des Bundesrates fest. In Koalitionskreisen hieß es, die Spitzen der Regierung und der Regierungskoalitionen seien übereinstimmend der Meinung, dass es keinen anderen Weg gebe. (Handelsblatt S. 15)
BIOSPRIT - EU-Energiekommissar Günther Oettinger versucht, die Umweltrisiken beim Anbau von Energiepflanzen einzudämmen. Dafür sollen sich Hersteller und Importeure künftig freiwillig die Nachhaltigkeit ihres Biosprits zertifizieren lassen. Die Kriterien sollen heute vorgestellt werden. (FTD S. 12)
GENERIKAFIRMEN - Einen Tag vor wichtigen Fachgesprächen zum Arzneimittelsparpaket der Bundesregierung hat die Generikabranche überraschend ihren bisherigen Widerstand gegen Rabattverträge aufgegeben. (Handelsblatt S. 15)
EZB - Beobachter streiten, ob die Europäische Zentralbank schon im Vorfeld mehr Details zu ihrem Aufkaufprogramm für Anleihen der Euro-Staaten veröffentlichen soll. Sie alle sorgt jedoch die steigende Marktunruhe. (FTD S. 19)
MITTELSTANDSFONDS - Der geplante neue Mittelstandsfonds von KfW und Commerzbank sorgt schon vor seinem Start für massive Verärgerung bei Beteiligungsgesellschaften und Teilen der Kreditwirtschaft. Die Private-Equity-Branche sieht in dem Fonds eine Wettbewerbsverzerrung. Die Kreditinstitute bemängeln, dass sich die KfW vorschnell auf einen Kernpartner festgelegt habe. (Handelsblatt S. 32)
WIRTSCHAFTSPRÜFER - Kein Abarbeiten von Checklisten mehr, sondern Einschätzen von Risiken und Geschäftsmodellen - die Tätigkeit des Abschlussprüfers könnte sich aus Sicht von Vertretern des Berufsstands radikal ändern. Sonst bestehe die Gefahr, dass die Arbeit des Prüfers zwar als grundsolide, doch wenig nutzbringend angesehen werde. Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) will eine Verbreiterung der Prüferarbeit anstoßen. (Börsen-Zeitung S. 13)
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June 10, 2010 00:59 ET (04:59 GMT)
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