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MORNING BRIEFING - Märkte (USA/Asien)

DJ MORNING BRIEFING - Märkte (USA/Asien)

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TAGESTHEMA

Die chinesische Zentralbank hat nach der Entscheidung vom Wochenende, das Wechselkurssystem flexibler zu gestalten, am Dienstag eine deutliche Aufwertung der Landeswährung zugelassen. Die People's Bank of China (PBoC) setzte den Mittelwert für den Yuan gegenüber dem Dollar auf 6,7980 USD fest und damit auf den höchsten Stand seit Juli 2005. Der Yuan darf um maximal 0,5% in beide Richtungen um diesen Mittelwert herum schwanken. Am Samstag hatte die chinesische Zentralbank eine Anpassung der Wechselkurse angekündigt. Der Wechselkursmechanismus solle flexibler gestaltet werden, erklärte die PBoC.

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
    16:00 FHFA, Hauspreisindex April 
    16:00 Verkauf bestehender Häuser Mai 
          PROGNOSE: +5,0% gg Vm 
          zuvor:    +7,6% gg Vm 
 
 

MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR

KONJUNKTUR JAPAN

Die japanische Regierung hat ihre Wachstumsprognose für das Haushaltsjahr preisbereinigt auf 2,6% von 1,4% angehoben. Eine Erholung der Exporte werde voraussichtlich die Binnennachfrage antreiben. Das wäre das erste Mal seit drei Jahren, dass die Wirtschaft Japans innerhalb eines Fiskaljahres wieder wächst. Für das kommende Haushaltsjahr rechnet das Kabinettsbüro mit einem Wachstum von 2%.

ÖLFÖRDERUNG

Die Ölindustrie in den USA will den von US-Präsident Obama verhängten Bohrstopp im Golf von Mexiko gerichtlich aufheben lassen. Das sechsmonatige Moratorium, mit dem Obama auf die Ölpest im Golf reagierte, sei willkürlich und bestrafe die gesamte Branche, sagte Anwalt David Rosenblum, der mehrere der 32 klagenden Unternehmen vertritt. Bundesrichter Feldman kündigte eine Entscheidung bis spätestens Mittwoch an.

WIRTSCHAFTSPOLITIK INTERNATIONAL

Der russische Präsident Medwedew will bei seinem bevorstehenden US-Besuch die bilaterale Zusammenarbeit bei Wirtschaft und Spitzentechnologien ankurbeln.

GENERAL MOTORS

will mit Hilfe von Opel seine Marke Buick ausbauen. "Wir wollen Buick zu einer Weltmarke ausbauen", sagte Chefingenieur Jim Federico der "FTD".

GOOGLE

will anscheinend noch im Laufe dieses Jahres ein eigenes Angebot zum Musik-Download in seine Suchmaschine integrieren. Im nächsten Jahr sei dann ein Online-Musikabonnement vorgesehen, sagten Personen mit Kenntnis der laufenden Verhandlungen zwischen Google und der Musikbranche.

INTEL

steht in der Auseinandersetzung um angeblichen Mißbrauch seiner Marktposition kurz vor einer außergerichtlichen Einigung mit der US-Wettbewerbsbehörde FTC. Beide Parteien beantragten, den Prozess bis zum 23. Juli auszusetzen. Die Klage der FTC zielt nicht auf Strafzahlungen ab. Vielmehr will die FTC, dass Intel in Zukunft keine Rabatte gewähren darf, die die Wettbewerber benachteiltigen.

LEIGHTON

Das australische Bauunternehmen erwartet bis Ende Juli den Abschluss und die Verlängerung von Bergbauverträgen im Wert von 2,5 Mrd bis 3,0 Mrd AUD. Zugleich bestätigte CEO King die Prognose eines Nachsteuergewinns von 600 Mio AUD.

MÄRKTE AKTUELL (7.20 Uhr)

INDIZES

INDEX                Stand  +/- % 
S&P-500-Future       1.111    0,0 
Nasdaq-Future        1.900    0,0 
Nikkei-225          10.122   -1,1 
Hang-Seng-Index     20.928    0,1 
Shanghai-Composite   2.591    0,2 
Kospi                1.729   -0,6 
 
 

DEVISEN

DEVISEN   zuletzt  +/- % (ggü 0.00 Uhr) 
EUR/USD    1,2308  -0,1% 
EUR/JPY  111,9234  -0,3% 
EUR/CHF    1,3664  -0,2% 
USD/JPY   90,9190  -0,1% 
USD/CHF    1,1103  -0,1% 
GBP/USD    1,4767   0,0% 
EUR/GBP    0,8335  -0,2% 
 
 

ÖLPREIS (NYMEX LIGHT SWEET)

aktuell    Vortag New York 
USD     77,30         77,82 

Der Ölpreis profitierte von der Ankündigung Chinas, den Yuan-Wechselkurs zu flexibilisieren. Etwas gedämpft wurde die Euphorie über diese währungspolitische Kursänderung aber von der Aufwertung des Dollar. Der Juli-Kontrakt auf ein Barrel Leichtöl der Sorte WTI stieg um 0,8% bzw 0,64 USD auf 77,82 USD. Im Tageshoch notierte der Kontrakt bei 78,92 USD.

AKTIEN TOKIO (VERLAUF)

Schwach - Nach den kräftigen Vortagesgewinnen in Reaktion auf die angekündigte Lockerung der Dollarbindung des Yuan kommt es am Dienstag an der Börse in Tokio angesichts enttäuschender US-Vorgaben zu Gewinnmitnahmen. Die Abstufung des Ratings der BNP Paribas durch Fitch sei zwar ein Warnzeichen, doch solange der Euro zum Yen nicht stärker nachgebe, dürfte das Abwärtspotenzial begrenzt sein. Insbesondere bei den jüngst favorisierten Rohstoffaktien und exportsensitiven Werten beobachten Teilnehmer Korrekturbewegungen nach unten. Mitsui & Co verlieren rund 2%, TDK knapp 2%. Bankenaktien wie MUFG (+2%) seien dagegen gesucht.

AKTIEN CHINA (MITTAGS)

Etwas fester - Mit einem kleinen Plus zeigt sich die Börse in Schanghai, nachdem der Markt zum Handelsstart noch leicht nachgegeben hatte. Hoffnungen auf einen anziehenden Yuan sorgten nach der Lockerung der Dollaranbindung für weitere Käufe, heißt es im Handel. Zu beobachten seien aber auch vereinzelte Gewinnmitnahmen, zumal angesichts der schwachen Vorgaben der US-Börsen. Unter den Einzelwerten legen Ping An Insurance um 0,5% zu und China Eastern Airlines um 0,4%.

AKTIEN SEOUL (VERLAUF)

Leichter - Nach ungünstigen Vorgaben der US-Börsen und den starken Kursgewinnen am Vortag kommt es am Dienstag an der Börse in Seoul zu Gewinnmitnahmen. Thema Nummer eins sei weiter die angekündigte Lockerung der Bindung des Yuan an den Dollar, was bei Aktien mit China-Fantasie, beispielsweise aus dem Bereich Stahl und Schiffbau noch für vereinzelte Käufe sorge. Die vor Handelsbeginn bekanntgewordene Entscheidung des Indexbetreibers MSCI, dem als Schwellenland eingestuften Korea nicht den Status eines Industrielandes zu verleihen, sei im Vorfeld so erwartet worden und habe allenfalls einen kleinen Einfluss.

RÜCKBLICK US-MÄRKTE

US-NACHBÖRSE

Steelcase gaben bis 16.28 Uhr Ortszeit um 2,5% auf 7,45 USD nach. Der Hersteller von Büromöbeln hat für das erste Quartal Belastungen von 11,4 Mio USD wegen der US-Gesundheitsreform verbucht. Google legten leicht zu. Kreisen zufolge plant der Internetkonzern ein eigenes Angebot zum Musik-Download. Die Aktie stieg bis 19.06 Uhr Ortszeit auf nasdaq.com um 0,1% auf 489 USD.

NYSE-ECKDATEN

Vortag 
Umsatz (Aktien) 1,07 Mrd  1,76 Mrd 
Gewinner        1.262 
Verlierer       1.782 
Unverändert       105 
 

INDIZES

DJIA            10.442    -0,1% 
S&P-500          1.113    -0,4% 
Nasdaq-Comp      2.289    -0,9% 
Nasdaq-100       1.896    -0,9% 

Etwas leichter - Die anfängliche Euphorie über die Ankündigung Chinas, den Yuan zu flexibilisieren, wich im späten Handel einer skeptischeren Einschätzung der währungspolitischen Kurswende. Die Rating-Abstufung der BNP Paribas durch Fitch rückte zudem die europäische Schuldenkrise wieder stärker ins Bewusstsein der Anleger. Von der Lockerung der Dollaranbindung des Yuan profitierten vor allem rohstoffnahe Werte und der Industriesektor. Alcoa stiegen um 5,5% und General Electric um 0,9%. United States Steel gewannen 3,6% und Freeport-McMoRan Copper & Gold 3,3%. Auf der Verliererseite fanden sich Microsoft, die um 1,9% nachgaben. Home Depot fielen um 1,6% und Merck & Co um 1,5%. Pfizer gaben um 0,7% nach. Der Pharmahersteller wird das Leukämie-Medikament "Mylotarg" in den USA vom Markt nehmen.

TREASURYS

Änderung   Rendite 
10-Jährige  102-6/32   -5/32      3,24% 
30-Jährige  103-19/32  -11/32     4,16% 

Etwas leichter - Die US-Anleihen verringerten im späten Handel ihre Verluste, nachdem die Euphorie über die währungspolitische Kursänderung Chinas etwas abgeebbt war. Im frühen Handel hatten die Festverzinslichen stärker unter Druck gestanden. Hintergrund war die Befürchtung, dass China zukünftig weniger US-Anleihen kaufen werde. Diese Überlegungen trübten die Stimmung vor allem auch deshalb, weil das US-Finanzministerium in den kommenden Tagen Staatsanleihen mit Laufzeiten von zwei, fünf und sieben Jahren im Gesamtvolumen von 108 Mrd USD verkauft.

=== 
   DJG/cln/gos 
Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de 
 

(END) Dow Jones Newswires

June 22, 2010 01:23 ET (05:23 GMT)

Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.

© 2010 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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