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MORNING BRIEFING - Märkte (Europa)

DJ MORNING BRIEFING - Märkte (Europa)

=== 

ÜBERSICHT INDIZES

INDEX             zuletzt      +/- % 
DAX                 5.990       0,4% 
DAX-Future          5.967,5    -1,0% 
MDAX                8.174       1,7% 
TecDAX                771       1,6% 
Euro-Stoxx-50       2.640       0,5% 
Stoxx-50            2.413       0,8% 
Dow-Jones          10.121      -1,1% 
S&P-500-Index       1.070      -1,3% 
Nasdaq-Comp.        2.187      -1,6% 
EUREX             zuletzt  +/- Ticks 
Bund-Future        129,23%      45 
 
 

AKTIENMARKT

EURO-STOXX-50/STOXX-50

Die Aussagen von Fed-Chairman Ben Bernanke vor dem Bankenausschuss des Senats am Vorabend dürften Europas Aktienmärkte zwar im Minus starten lassen. Händler erwarten allerdings, dass sich die Kursverluste in Grenzen halten werden. "Mit dem Terminus der 'ungewöhnlich unsicheren Perspektiven' hat er eigentlich nur die zuletzt schwachen Frühindikatoren und die ausbleibende Aufhellung am US-Arbeitsmarkt zusammengefasst", sagt ein Marktteilnehmer. Für Enttäuschung dürfte jedoch gesorgt haben, dass Bernanke die im Protokoll der vorangegangenen Zinsentscheidung des FOMC erwähnte Möglichkeit neuer Finanzspritzen durch die US-Notenbank nicht aufgegriffen habe. Der Dow-Jones- und der S&P-500-Index verloren nach Handelsschluss in Europa vor dem Hintergrund der Aussagen Bernankes zwar noch knapp 1%. In Asien zeigten sich die Börsen nach einem Minus zur Eröffnung allerdings vergleichsweise robust und weiteten ihre Verluste anschließend nicht mehr sonderlich aus.

"Angesichts der prall gefüllten Tagesordnung dürften auch die europäischen Aktienmärkte nach den Anfangsverlusten eine eher abwartende Haltung einnehmen", sagt der Händler. Auf dem Programm stehen immerhin noch die Quartalszahlen von Nokia, 3M, AT&T sowie Travelers. Auch die bereits vorbörslich veröffentlichten Quartalszahlen von ABB und Credit Suisse dürften Europas Aktienmärkte zu Handelsbeginn stützen. "Selbst wenn bei Credit Suisse der Nettomittelzufluss etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind, stimmen die Unternehmensberichte unter dem Strich leicht positiv", so der Marktteilnehmer.

DAX/MDAX/TECDAX

Etwas fester - Nach deutlicherem Plus im Tagesverlauf zog eine Korrektur der US-Börsen die europäischen Märkte nach unten. Händler beschrieben das Geschäft als überwiegend lustlos. Nach den guten Zahlen von Apple standen Infineon und Dialog Semiconductor im Fokus der Anleger. Beide Halbleiterhersteller gelten als Zulieferer von Apple. Infineon stiegen um 1,5% und Dialog um 3,5%. Auch andere Zykliker wie HeidelbergCement erholten sich von Vortagesverlusten und legten um 3,8% zu. MAN stiegen um 2,5%. Als defensiv geltende Aktien wie FMC waren nicht gefragt und gaben 0,6% ab. Beiersdorf konnten sich allerdings deutlich von den Vortagesverlusten erholen und stiegen um 2,4%. Im MDAX setzten sich ProSieben nach der Kurszielerhöhung von Merrill Lynch am Vortag an die Indexspitze und stiegen um 6,8%.

DAX-FUTURES

Sehr schwach - Nach den Aussagen von Fed-Chairman Ben Bernanke vor dem Bankenausschuss des US-Senats ging es für den September-Kontrakt, im Gleichschritt mit der schwachen Entwicklung an Wall Street, noch einmal deutlicher nach unten. Das Tageshoch lag bei 6.067,5 und das Tagestief bei 5.944,5 Punkten.

RENTEN-/GELDMARKT

RENTEN-FUTURES

Sehr fest - Nach den Aussagen von Fed-Chairman Ben Bernanke vor dem Bankenausschuss des US-Senats legte der September-Kontrakt im späten Verlauf noch einmal stark zu. Die US-Notenbank ist prinzipiell bereit, weitere wachstumsstützende Maßnahmen zu ergreifen, hat aber trotz eines etwas schwächeren Wachstumsausblicks offenbar keine konkreten Pläne für derartige Schritte. Der September-Kontrakt schloss nur 7 Ticks unter seinem Tageshoch. Das Tagestief lag bei 128,59%.

GELDMARKT

Overnight dürfte am Donnerstag mit 0,40% zu 0,55% quotiert werden, wie ein Händler prognostiziert.

DEVISENMARKT

Euro, Dollar und Pfund Sterling notieren im asiatischen Geschäft kaum verändert zu einander, fallen aber zum Yen. Investoren gingen in als sicherer hafen geltenden Währungen, heißt es.

DEVISEN   zuletzt  +/- %  (ggü 0.00 Uhr) 
EUR/USD    1,2784   0,2% 
EUR/JPY  110,5408  -0,3% 
EUR/CHF    1,3407   0,1% 
USD/JPY   86,5125  -0,5% 
USD/CHF    1,0489  -0,2% 
GBP/USD    1,5193   0,2% 
EUR/GBP    0,8414   0,1% 
 
 

ÖLMARKT (NYMEX LIGHT SWEET)

aktuell   Vortag New York 
USD     76,37        76,56 

Belastet von einem überraschenden Anstieg der Rohöl-Lagerbestandsdaten hat der Ölpreis zur Wochenmitte an der Nymex nachgegeben und ist unter die Marke von 77 USD gefallen. Der nun führende September-Kontrakt auf ein Barrel Leichtöl der Sorte WTI sank um 1,3% bzw 1,02 USD auf 76,56 USD. Auch die Aussagen von Fed-Chairman Ben Bernanke drückten auf das Sentiment. "Es war kein guter Tag für den Ölpreis", so ein Händler. Solange sich keine Nachfrage-Erhöhung abzeichne, dürfte der Ölpreis weiter nachgeben, fügte er hinzu.

AUSBLICK KONJUNKTUR

- FR 
    08:45 Geschäftsklimaindex verarbeitender Sektor Juli 
          PROGNOSE: 94 ; zuvor: 95 
 
    08:45 Verbrauchervertrauen Juli 
          PROGNOSE: -40 ; zuvor: -39 
 
    09:00 Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe Juli 
          (1. Veröffentlichung) 
          PROGNOSE: 54,1 ; zuvor: 54,8 
 
    09:00 Einkaufsmanagerindex nicht-verarbeitendes Gewerbe 
          Juli (1. Veröffentlichung) 
          PROGNOSE: 60,0 ; zuvor: 60,8 
 
- DE 
    09:30 Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe Juli 
          (1. Veröffentlichung) 
          PROGNOSE: 58,0 ; zuvor: 58,4 
 
    09:30 Einkaufsmanagerindex nicht-verarbeitendes Gewerbe 
          Juli (1. Veröffentlichung) 
          PROGNOSE: 54,6 ; zuvor: 54,8 
 
- EU 
    10:00 Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe 
          Eurozone Juli (1. Veröffentlichung) 
          PROGNOSE: 55,2 ; zuvor: 55,6 
 
    10:00 Einkaufsmanagerindex nicht-verarbeitendes Gewerbe 
          Eurozone Juli (1. Veröffentlichung) 
          PROGNOSE: 55,0 ; zuvor: 55,5 
 
          Einkaufsmanagerindex Gesamt (1. Veröffentlichung) 
          PROGNOSE: 55,2 ; zuvor: 56,0 
 
    11:00 Eurostat, Auftragseingang in der Industrie Mai 
          Eurozone 
          PROGNOSE:  0,0% gg Vm/+20,0% gg Vj 
          zuvor:    +0,9% gg Vm/+22,1% gg Vj 
 
    16:00 Index Verbrauchervertrauen Eurozone Juli 
          (Vorabschätzung) 
          PROGNOSE: -17 
          zuvor:    -17 
 
- GB 
    10:30 Einzelhandelsumsatz Juni 
          PROGNOSE: +0,4% gg Vm/+1,3% gg Vj 
          zuvor:    +0,6% gg Vm/+2,2% gg Vj 
 
 

AUSBLICK UNTERNEHMEN (u.a.)

06:00 CH/ABB Ltd, Ergebnis 2Q, Zürich

06:30 CH/Credit Suisse Group (CS Group), Ergebnis 2Q, Zürich

07:00 CH/Roche Holding AG, Ergebnis 1H, Basel

07:30 DE/Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG, Ergebnis 2Q, Kirkel

07:30 DE/comdirect bank AG, Ergebnis 2Q, Quickborn

07:30 DE/Amadeus FiRe AG, Ergebnis 2Q, Frankfurt

07:30 SE/AB Volvo, Ergebnis 1H, Göteborg

12:00 FI/Nokia Oy, Ergebnis 2Q, Helsinki

=== 
DJG/ros/reh 
 

(END) Dow Jones Newswires

July 22, 2010 01:37 ET (05:37 GMT)

Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.

© 2010 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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