Dow Jones und Nasdaq kamen am Mittwoch nicht recht in Schwung. Ein Konjunkturdatum nahm weiteren Aufwärtstendenzen zunächst den Wind aus den Segeln. Die Auftragseingänge langlebiger Güter sanken im Juni überraschend um 1,0 Prozent. Gerade bei den Transportgütern fand im letzten Abrechnungszeitraum ein Einbruch statt. Der US-Markt grübelte in der Folge mal wieder über die Lage der US-Konjunktur. In der letzten Zeit hatte es einige enttäuschende Daten gegeben.
In den Nachmittagsstunden vergrößerten sich die Verluste für die indizes. Das Beige Book der US-Notenbank gab einen neuen Überblick über die Konjunkturlage. Einige Fed-Teilbezirke berichteten von verlangsamtem Wachstum oder sogar unveränderten Werten in Cleveland und Kansas City. Die Bedingungen haben sich demnach im Vergleich zum letzten Konjunktur der Notenbank verschlechtert.
Auch bei Boeing lief nicht alles so, wie es sich die Wall Street erhofft hatte. Der Nettogewinn brach wie erwartet ein, um letztendlich 20 Prozent auf 787 Millionen Dollar. Der Umsatz verzeichnete allerdings ein größeres Minus als gedacht: Er sank um neun Prozent auf 15,6 Milliarden Dollar. Die Konzernleitung versuchte, die Aufmerksamkeit der Anleger auf kommende Erfolge zu lenken. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde bekräftigt. Außerdem verwies man auf neu gefüllte Auftragsbücher. Die Anleger ließen sich aber nicht vertrösten und schickten die Aktie Boeings über ein Prozent abwärts.
Nach Börsenschluss warteten die Zahlen von Visa. Der Kreditkartenanbieter sollte einen Gewinn je Aktie von 93 Aktie abliefern, ein Anstieg von fast vierzig Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Erträge des dritten Quartals werden auf 1,38 Milliarden Dollar kalkuliert. Die Anlaysten von Oppenheimer erwarten, dass sich unter anderem solide Einzelhandelsumsätze und internationale Reisetrends lohnend auf das Ergebnis ausgewirkt haben. Branchenmitglied MasterCard wird in Kürze folgen und am 3. August Zahlen vorlegen.
Am Donnerstag schaut der US-Markt dann auf den Zwischenbericht von Exxon Mobil. Der Ölriese - momentan der weltgrößte Konzern überhaupt - legt zumeist den größten Gewinn im S&P 500 vor. Allerdings hat man in den letzten Quartalen öfter die Prognosen des Markts verfehlt. Darüber hinaus muss die Wall Street die Arbeitsmarktdaten aus der Vorwoche verarbeiten.
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