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aktiencheck.de/Infineon mit überzeugenden Quartalszahlen

DJ aktiencheck.de/Infineon mit überzeugenden Quartalszahlen

Westerburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst Henning Wagener von AC Research 
empfiehlt weiterhin, die Aktien von Infineon (ISIN DE0006231004/ WKN 623100) 
zu akkumulieren. 
 
 
Die 1999 aus der Ausgliederung der Halbleiteraktivitäten von Siemens 
entstandene Infineon AG entwerfe, entwickle, fertige und vermarkte ein 
breites Produktportfolio von Halbleiterprodukten und kompletten 
Systemlösungen. Die Produkte der Gesellschaft würden mit der 
Energieeffizienz, der Kommunikation und der Sicherheit drei zentrale 
Herausforderungen der modernen Gesellschaft adressieren. Zum Einsatz würden 
die Produkte in der mobilen und drahtgebundenen Kommunikation, im Computer-, 
Sicherheits- und Chipkartenbereich sowie in der Automobil- und 
Industrieelektronik kommen. 
 
 
Das Unternehmen habe nunmehr Zahlen für das abgelaufene dritte Quartal des 
laufenden Geschäftsjahres 2009/2010 bekannt gegeben. 
 
 
Demnach habe die Gesellschaft in diesem Zeitraum die Umsatzerlöse im 
Vergleich zum Vorquartal um 17% auf 1,209 Milliarden Euro steigern können. 
Das Segmentergebnis habe sich gleichzeitig um 48% auf 163 Millionen Euro 
verbessert. Der Konzernüberschuss habe schließlich um 59% auf 126 Millionen 
Euro oder 0,12 Euro je Aktie erhöht werden können. 
 
 
Im Segment Automotive habe das Unternehmen im abgelaufenen Quartal im 
Vergleich zum Vorquartal einen Umsatzanstieg um 5% auf 333 Millionen Euro 
verzeichnen können. Dabei habe der Konzern von der anhaltend hohen Nachfrage 
aus allen Regionen und über die gesamte Kundenbasis profitiert. Vor dem 
Hintergrund von Aufwendungen aus Maßnahmen zur Wechselkurssicherung und 
höheren Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Verbindung mit 
65-Nanometer-Microcontrollern und integrierten Power-Logic-Produkten habe 
sich das Segmentergebnis allerdings nur leicht auf 52 Millionen Euro 
verbessert. 
 
 
Überaus positiv habe sich vor allem das Segment Industrial & Multimarket 
entwickelt. So habe der Konzern hier bei einem Umsatzwachstum im Vergleich 
zum Vorquartal um 18% auf den neuen Rekordwert von 373 Millionen Euro das 
Segmentergebnis um 39% auf 82 Millionen Euro verbessern können. Dabei habe 
sich vor allem die hohe Nachfrage nach ASIC-Produkten und Leistungsmodulen 
sowie nach Bausteinen für Unterhaltungselektronik- und Computer-Anwendungen 
positiv ausgewirkt. 
 
 
Im Bereich Chip Card & Security habe sich bei einem Umsatzanstieg um 11% auf 
110 Millionen Euro das Segmentergebnis auf 6 Millionen Euro rund verdoppelt. 
Dabei habe der Konzern von Zuwächsen im Geschäft mit Bezahlkarten und 
elektronischen Ausweisen profitiert. Das Segment Wireless Solutions habe 
sich schließlich mit einem Umsatzanstieg um 30% auf 346 Millionen Euro und 
einer Verbesserung des Segmentergebnisses um 15 Millionen Euro auf 24 
Millionen Euro ebenfalls sehr positiv entwickelt. Dabei habe sich unter 
anderem der sehr erfolgreiche Start der Volumenproduktion neuer Plattformen 
für Smartphone- und Einstiegsmodelle mehrerer Großkunden positiv ausgewirkt. 
 
 
Die vorgelegten Zahlen hätten insgesamt über den Erwartungen der Analysten 
von AC Research gelegen. Als besonders positiv würden es die Analysten 
werten, dass alle Segmente zum Wachstum beigetragen hätten. Noch 
hervorzuheben sei dabei der Bereich Industrial & Multimarket, der in einem 
noch nie gesehenen Ausmaß boome. Vor diesem Hintergrund habe in diesem 
Geschäftsbereich auch eine mit 22% sehr hohe Marge erzielt werden können. 
Zudem habe sich auch das Geschäft mit Mobilfunk-Chips ausgezeichnet 
entwickelt. So sei hier die Nachfrage so hoch gewesen, dass Infineon bei der 
Auslieferung von SIM-Karten die Nachfrage kaum noch habe bedienen können. 
Gleichzeitig habe der Konzern allerdings auch vom stärkeren USD profitiert. 
So habe dieser etwa 5 Prozentpunkte zum Umsatzplus beigetragen. 
 
 
Vor dem Hintergrund der sehr positiven Geschäftsentwicklung habe die 
Konzernleitung zum bereits dritten Mal die Gesamtjahresprognose erhöht. So 
werde nun mit einem Umsatzzuwachs im mittleren bis hohen 40%-Bereich 
gerechnet (zuvor hoher 30%-Bereich). Die Segmentergebnis-Marge solle im 
niedrigen 10%-Bereich vom Umsatz liegen. Auf Basis des derzeit sehr guten 
Marktumfeldes würden die Planzahlen nach Ansicht der Analysten von AC 
Research erreichbar erscheinen. 
 
 
Beim gestrigen Schlusskurs von 5,18 Euro erscheine das Unternehmen mit einem 
KGV 2010/2011e von rund 13 weiterhin relativ moderat bewertet. Die Analysten 
von AC Research würden allerdings nicht davon ausgehen, dass Infineon die 
außerordentlich hohen Wachstumsraten auch im kommenden Geschäftsjahr 
2010/2011 werde durchhalten können. Auf dem gesamten Halbleitermarkt 
erscheine nach Wachstumsraten von 30% im laufenden Jahr im kommenden Jahr 
noch ein Marktwachstum von knapp 10% realistisch. Zudem erscheine es 
möglich, dass mit der Entspannung der Liefersituation im kommenden 
Geschäftsjahr auch der Preisdruck wieder zunehmen werde. Auf Basis des 
aktuellen Bewertungsniveaus sehe man bei einem Investment in die Aktie nach 
wie vor ein leicht positives Chance-Risiko-Verhältnis. 
 
 
Die Analysten von AC Research empfehlen weiterhin, die Aktien von Infineon 
zu akkumulieren. (Analyse vom 29.07.2010) (29.07.2010/ac/a/d) 
 
 
 
 
 

(END) Dow Jones Newswires

July 29, 2010 06:20 ET (10:20 GMT)

© 2010 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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