Europas größter Autobauer Volkswagen (VW)
An der Börse sprangen die Titel deutlich nach oben und zählten
zu den Favoriten im Dax
UMSATZ UND OPERATIVES ERGEBNIS LEGEN ZU
Der Umsatz wuchs im Zeitraum von April bis Juni um rund 22 Prozent auf 33,2 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis lag bei knapp zwei Milliarden Euro und übertraf damit die Analystenschätzung um 800 Millionen Euro weit. Allein im zweiten Quartal wurde damit ein höherer operativer Gewinn erwirtschaftet als im Gesamtjahr 2009. Der Konzern bekräftigte seine Prognose, 2010 den Absatz, Umsatz und das operative Ergebnis zum Vorjahr deutlich steigern zu wollen. Allerdings ließe sich die Entwicklung des ersten Halbjahres in der zweiten Jahreshälfte nicht unvermindert fortschreiben, mahnte der Konzern zum wiederholten Male.
GEWINNBRINGER AUDI
Zum Gewinn im zweiten Jahresviertel trug erneut maßgeblich die
Ingolstädter Premiumtochter Audi
Die spanische Tochter Seat konnte ihren Verlust im zweiten Quartal im Vergleich zum Jahresbeginn eindämmen. Bentley häufte dagegen im Vergleich zum ersten Quartal einen höheren Verlust an. Nach den ersten sechs Monaten stehen aber beide Sorgenkinder des Konzerns leicht besser da als im Vorjahr. Finanzvorstand Pötsch hatte schon auf der Jahrespressekonferenz im März eingeräumt, dass beide Marken 2010 weiter Verluste schreiben würden.
Da Volkswagen in China Gemeinschaftsunternehmen unterhält, taucht der Gewinn aus den in China produzierten und verkauften Autos nicht im operativen Ergebnis des Konzerns auf, sondern wird im Finanzergebnis verbucht. Das VW zurechenbare Ergebnis aus dem China-Geschäft bezifferte der Konzern für das erste Halbjahr auf 804 Millionen Euro. Unter anderem durch die Kapitalerhöhung im März konnte der Konzern sein Liquiditätspolster auf 17,5 Milliarden Euro deutlich aufstocken. Die Wolfsburger hatten im ersten Halbjahr mit 3,6 Millionen Wagen 16 Prozent mehr Fahrzeuge ausgeliefert./dct/nl/wiz
ISIN DE0007664005 DE0007664039 DE0006757008
AXC0168 2010-07-29/12:53
