AKTIEN
DEUTSCHLAND: - SCHWÄCHER ERWARTET - Schwache Vorgaben aus Übersee
dürften den Dax zum Wochenschluss am Freitag etwas
leichter in den Handel starten lassen. Finspreads taxierte den
deutschen Leitindex am Morgen um 0,23 Prozent tiefer bei 6.121
Punkten, nachdem er am Vortag bereits 0,72 Prozent verloren hatte.
"Es herrscht nach wie vor Skepsis um den Zustand der US-Wirtschaft,
weshalb der Markt am Nachmittag genau auf die US-Konjunkturdaten
achten dürfte", sagte ein Händler. Der Future auf den US-Leitindex
Dow Jones (DJIA) gab seit dem Xetra-Schluss am Vortag um
0,17 Prozent nach. In Tokio tendierte die Börse ebenfalls mit
Abschlägen. Die Berichtssaison setzt sich fort. EADS und HeidelbergCement und Wacker Chemie legten bereits ihre Quartalsberichte vor. Aus den USA berichten im
Tagesverlauf Merck & Co und Chevron .
USA: - SCHWÄCHER - Der Dow-Jones-Index hat am Donnerstag
seinen zur Wochenmitte eingeschlagenen Abwärtskurs fortgesetzt. Nach
negativen Unternehmensnachrichten standen vor allem Aktien von
Konsumgüterherstellern und Chipproduzenten unter Druck. Finanzwerte
jedoch schlugen sich wegen eines positiven Analystenkommentars zu
Goldman Sachs etwas besser als der Markt. Zudem
verhinderten gute Konjunkturnachrichten größere Abschläge. In den
Vereinigten Staaten war die Zahl der Erstanträge auf
Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche etwas stärker als
erwartet gesunken.
JAPAN: - VERLUSTE - In Japan notierte die Börse zum Wochenschluss am
Freitag schwächer. Laut Händlern sorgten die am Nachmittag
anstehenden US-BIP-Daten für Unsicherheit am Markt. Marktteilnehmer
erhoffen sich einen besseren Einblick in den aktuellen Stand der
US-Konjunktur.
DAX 6.134,70 -0,72%
XDAX 6.124,43 -0,81%
EuroSTOXX 50 2.752,93 -0,48%
Stoxx50 2.486,79 -0,45%
DJIA 10.467,16 -0,29%
S&P 500 1.101,53 -0,42%
NASDAQ 100 1.860,30 -0,66%
Nikkei 9.537,90 -1,63%
ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL
RENTEN: - FREUNDLICH ERWARTET - Der für den Anleihenmarkt
richtungsweisende Euro-Bund-Future wird am Freitag
nach Einschätzung von Experten freundlich tendieren. Bei den den
Daten zum US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal sei eine
negative Überraschung nicht unwahrscheinlich, heißt es in einer
Tagesvorschau. Der private Verbrauch sollte aufgrund der
Arbeitsmarktsituation nur wenig zum Wachstum beigetragen haben. Auch
der Außenbeitrag könnte über die Importe einen negativen
Wachstumsbeitrag geliefert haben. Die europäischen Daten dürften
hingegen keinen Einfluss auf das Geschehen ausüben. Der Bund-Future
wird sich laut HSH Nordbank in einer Handelsspanne von 127,70 bis
129,0 Punkten bewegen.
Bund-Future 128,16 0,13%
T-Note-Future 123,44 0,28%
T-Bond-Future 127,25 0,30%
DEVISEN: - UNTER 1,31 US-DOLLAR - Der Euro ist am
Freitagmorgen wieder unter die Marke von 1,31 US-Dollar gefallen. Am
Vortag hatte die Gemeinschaftswährung die Marke erstmals seit Mai
wieder übersprungen. Zuletzt notierte der Euro bei 1,3080 US-Dollar.
Vor den am Nachmittag anstehenden US-BIP-Zahlen mache sich am Markt
eine gewisse Unruhe breit, hieß es von Händlern. Die Europäische
Zentralbank hatte den Referenzkurs am Donnerstagmittag auf 1,3069
(Mittwoch: 1,2992) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit
0,7652 (0,7697) Euro.
(Alle Kurse 7:15 Uhr)
Euro/USD 1,3080 +0,02%
USD/Yen 86,43 -0,52%
Euro/Yen 112,98 -0,57%
ROHÖL - ETWAS SCHWÄCHER - Die Ölpreise sind am Freitag im frühen
Handel leicht gefallen. Die schwächeren Aktienmärkte in Asien hätten
auch die Ölpreise belastet, sagten Händler. Im weiteren
Handelsverlauf dürften vor allem die Daten zum Bruttoinlandsprodukt
(BIP) im zweiten Quartal in den USA das Marktgeschehen bestimmen.
Nach zuletzt eher enttäuschenden Konjunkturdaten wird eine
Abschwächung der konjunkturellen Dynamik erwartet. Ein geringeres
Wirtschaftswachstum in den USA würde auch die Nachfrage nach Rohöl
dämpfen.
WTI (NYMEX) 78,10 -0,26 USD (7:15 Uhr)
/rum
AXC0027 2010-07-30/07:36