Frankfurt am Main (ots) - Wenn Sauerland die Durchführung der Loveparade trotz grober Sicherheitsmängel abgesegnet hat, muss er zurücktreten. Das gilt genauso, wenn er mit der Planung und Genehmigung nichts zu tun hatte, wie er in den letzten Tagen immer wieder versichert hat. Denn in diesem Fall müsste man fragen, welches Amtsverständnis ein Oberbürgermeister hat, der sich mit einem solchen Topereignis, das seiner hoch verschuldeten Kommune Glanz verschaffen sollte, nicht ausreichend befasst hat?
Auch die Darbietung, die er nach der Katastrophe geboten hat, war eines Oberbürgermeisters nicht würdig und allerhöchstens drittklassig. Bei der peinlichen Pressekonferenz vom Sonntag hatte Sauerland einen Tag nach der Katastrophe die Schuld am tödlichen Chaos noch Besuchern der Loveparade gegeben, die leichtsinnig auf ein Geländer geklettert und dabei abgestürzt waren.
Verschiedentlich wurde der OB darauf hingewiesen, dass es immer noch einen Unterschied zwischen persönlicher Schuld und politischer Verantwortung gibt.
Aber der wahre Beweggrund für Sauerlands Starrsinn dürfte ohnehin im finanziellen Bereich zu finden sein: Mit einem Rücktritt verlöre er alle Pensionsansprüche, die nicht nur als Politiker, sondern auch jene, die er zuvor als Oberstudienrat erworben hatte.
Originaltext: Frankfurter Neue Presse Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/45990 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_45990.rss2
Pressekontakt: Frankfurter Neue Presse Chef vom Dienst Peter Schmitt Telefon: 069-7501 4407
Auch die Darbietung, die er nach der Katastrophe geboten hat, war eines Oberbürgermeisters nicht würdig und allerhöchstens drittklassig. Bei der peinlichen Pressekonferenz vom Sonntag hatte Sauerland einen Tag nach der Katastrophe die Schuld am tödlichen Chaos noch Besuchern der Loveparade gegeben, die leichtsinnig auf ein Geländer geklettert und dabei abgestürzt waren.
Verschiedentlich wurde der OB darauf hingewiesen, dass es immer noch einen Unterschied zwischen persönlicher Schuld und politischer Verantwortung gibt.
Aber der wahre Beweggrund für Sauerlands Starrsinn dürfte ohnehin im finanziellen Bereich zu finden sein: Mit einem Rücktritt verlöre er alle Pensionsansprüche, die nicht nur als Politiker, sondern auch jene, die er zuvor als Oberstudienrat erworben hatte.
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