DJ Harsche Kritik an Australiens Minensteuerplänen
MELBOURNE (Dow Jones)--Harsche Kritik hat die australische Regierung für eine geplante 40-prozentige Steuer auf Minengewinne vom Vorsitzenden des australischen Future Fund, David Murray, geerntet. Dem Verwalter des 67,6 Mrd AUD schweren Pensionsfonds für Mitarbeiter aus dem öffentlichen Sektor zufolge ist der Plan für das Gesetz "fehlerhaft" und sollte entweder überarbeitet oder ganz verworfen werden. Der derzeitige Entwurf wäre zu kurz gedacht. Er erhöhe das Länderrisko Australiens für Investoren.
Derweil hat der schweizerische Minenkonzern Xstrata plc Investitionen von 586 Mio AUD (umgerechnet 490,2 Mio USD) für Projekte im australischen Bundesstaat Queensland auf Eis gelegt. Wie das Unternehmen mitteilte, sind diese aufgrund der Minensteuer nicht mehr rentabel. Bei den Projekten handelt es sich um das auf 6 Mio AUD veranschlagte Kohleprojekt Wandoan und das auf 600 Mio AUD veranschlagte Kupferprojekt Ernest Henry.
Bereits am vergangenen Mittwoch hatte sich Australiens Regierung zu "großzügigen" Übergangsregelungen bei der Einführung der umstrittenen Steuer auf Minengewinne bereit erklärt. An den Eckpunkten der für 2012 geplanten Steuer wird aber nicht gerüttelt, wie Martin Ferguson, der australische Minister für Rohstoffe und Energie, auf einer Bodenschatzkonferenz in Canberra sagte. An die Adresse der Minenkonzerne gerichtet sagte Ferguson: "Wir suchen nach Möglichkeiten, ihre Anliegen zu berücksichtigen, zum Beispiel durch großzügige Übergangsregelungen."
DJN/DJG/sae/brb
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June 04, 2010 07:51 ET (11:51 GMT)
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