Der Halbleiterhersteller Infineon war 2010 bei den DAX-Gewinnern auf Platz drei vorne mit dabei. 82 Prozent Gewinn - eine stattliche Leistung. Ob das neue Jahr genauso erfolgreich wird, das erfahren Sie von Robert Runge von der VCH Vermögensverwaltung AG.
Infineon Technologies gab bekannt, dass die Volkswagen AG am Standort Braunschweig zukünftig Hall-Sensoren von Infineon in elektrischen Lenksystemen im Fahrzeug einsetzen wird. Der programmierbare lineare Hall-Sensor TLE4998C4 von Infineon wird für unterschiedliche Modellreihen genutzt. Infineon hat bereits mit der Auslieferung der Chips begonnen. Diese Nachricht sei ein Beleg für die technologisch führenden Produkte von Infineon. Dies spreche sowohl für den positiven Trend bei Infineon, wie auch in der Automobilbranche, wo man von der starken Nachfrage zum Beispiel dem chinesischen Markt profitiere, so Robert Runge von der VCH Vermögensverwaltung AG. Infineon sei allerdings in einem stark zyklischen Umfeld tätig. Sollten schlechte Nachrichten, zum Beispiel ein Wiederaufflammen der Eurokrise eintreten oder die Nachfrage schlechter ausfallen als erwartet, so könne es sehr schnell zu einer Korrektur des Aktienkurses kommen. Für die nächsten Jahre könne man auf jeden Fall optimistisch sein. Vor allem auch, weil Vorstandsvorsitzender Peter Bauer seinen Vertrag um weitere fünf Jahre verlängert hat. Er hatte Infineon vor der beinahe Pleite gerettet und in die schwarzen Zahlen zurück gebracht."Die Weichen für profitables Wachstum sind jetzt gestellt," so Runge. Insbesondere durch das Cash-Polster aus dem Verkauf der Chipsparte an Intel sei man gut für die Zukunft aufgestellt, so der Experte. Sollte sich die Konjunktur stabil entwickeln, so sei auf jeden Fall mit einem deutlichen Wachstum bei Infineon zu rechnen. Der Umsatz sollte im Gesamtjahr um 10 Prozent zulegen können, auch das Ergebnis sollte im zweistelligen Bereich zunehmen. Vor allem in den Geschäftsbereichen Automotive und Industrial Multimarkets werde man hohe Margen erzielen können. Eine ganz große Akquisition in der Größenordnung über eine Milliarde Euro sehe er derzeit nicht, so Runge. Eher sollte es eine Sonderdividende an die Aktionäre geben. Gerade für Investoren, die einen Anlagehorizont von zwei bis drei Jahren haben, sei der Titel nach wie vor interessant. Im DAX werde Infineon nach wie vor zu den Outperformern gehören, so der Experte

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