Europas zweitgrößter Versicherer Axa
erhöht trotz eines Gewinnrückgangs die Dividende
um ein Viertel. Die Aktionäre sollen mit 69 Cent je Anteil am
Überschuss beteiligt werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag in
Paris mit. Das seien 25 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der
Überschuss sank im Vorjahr wegen der Belastungen aus einem
Spartenverkauf um 24 Prozent auf 2,75 Milliarden Euro. Bereinigt um
den Verkauf des britischen Lebensversicherungsgeschäfts sei der
Gewinn um 18 Prozent auf 4,39 Milliarden Euro gestiegen. Der Umsatz
legte um ein Prozent auf 90,97 Milliarden Euro zu. Axa-Chef Henri de
Castries bezeichnete die Ergebnis als solide./zb/tw
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.
Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.
Nach Jahren im Schatten der Tech-Rallye steigt nun das Interesse an Unternehmen, die Stabilität mit langfristigen Wachstumsthemen wie Netzausbau, Dekarbonisierung und erneuerbaren Energien verbinden.
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