"Mit der heutigen Entwicklung sind die Zeichen klar: Der DAX ist in einer besseren Verfassung als manche gedacht haben. Es wird keinen Bärenmarkt geben. Wir sind in einer Konsolidierung, eine deutliche Korrektur ist kein Thema mehr." Wieland Staud nimmt im neuesten Staud Report den DAX, Dow Jones und den Automobilsektor unter die Lupe.
Angesichts der unsicheren Lage in Japan hat sich der
Dax am Montag kaum von der Stelle bewegt. Der Leitindex stand
zwischenzeitlich kurz im Plus, notierte am frühen Nachmittag aber mit einem
minimalen Minus von 0,08 Prozent bei 6.940,82 Punkten wenig verändert. Der MDax der mittelgroßen Werte gab um 0,06 Prozent auf 10.186,41 Punkte nach.
Für den TecDax hingegen ging es um 1,34 Prozent auf 918,62 Punkte
nach oben. Hier stützen Gewinne bei den Aktien von Solarunternehmen. Die Lage im havarierten Atomkraftwerk Fukushima im Nordosten Japans
bleibt extrem gefährlich. Die Regierung in Tokio räumte ein, dass im Reaktor 2
in den vergangenen zwei Wochen vermutlich eine Kernschmelze eingesetzt hatte.
Zudem müssten die Anleger erst einmal die Ergebnisse der beiden Landtagswahlen
vom Sonntag verdauen. Nach fast sechs Jahrzehnten CDU-Herrschaft in Baden-Württemberg stellen die
Grünen voraussichtlich den ersten Ministerpräsidenten einer grün-roten
Landesregierung, in Rheinland-Pfalz wird es wohl nach fünf Jahren
SPD-Alleinregierung zum ersten Mal eine rot-grüne Koalition geben. Wie ein
Marktteilnehmer hervorhob, sei einer der Hauptgründe für den Richtungswechsel
sicher die Ablehnung von Atomstrom. Dementsprechend gefragt waren die Aktien von Anbietern alternativer
Energien: So schnellten etwa die Papiere von Nordex an der
TecDax-Spitze um 11,28 Prozent auf 9,275 Euro in die Höhe. Der Hamburger
Windkraftanlagenbauer erwartet zudem von 2012 an wieder Wachstum. Die Titel von
Q-Cells kletterten dahinter um 8,10 Prozent auf 3,39 Euro. Allerdings griffen die Anleger auch bei den im Dax gelisteten
Versorger-Aktien zu: So steigen Eon um 0,05 auf 21,43 Euro und RWE um 0,66 Prozent auf 44,985 Euro. Nach dem Atomunfall in Japan
dürften die Gaspreise kräftig anziehen. Die konjunktursensiblen Autowerte BMW und Daimler hingegen litten deutlich unter der anhaltenden
Unsicherheit am Markt. Sie verloren 1,50 respektive 1,73 Prozent. Der fränkische Automobilzulieferer Schaeffler kann indes mithilfe des
Verkaufs von Continental-Aktien einen großen Teil seines Schuldenbergs
abtragen. Mit einem
Plus von 3,72 Prozent auf 63,24 Euro profitierten die Conti-Titel zudem von
einer positiven Studie von Merrill Lynch. Abseits der großen Indizes sanken die Vorzugsaktien der Porsche Holding nach der Ankündigung der Konditionen für die geplante Kapitalerhöhung
um 3,50 Prozent auf 54,25 Euro.

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