Der Kurs des Euro
"Nachdem der Euro es in der vergangenen Woche nicht geschafft hat, sich über der Marke von 1,42 zu etablieren, sind wieder negative Argumente in den Vordergrund getreten", sagte Ulrich Leuchtmann Devisenexperte bei der Commerzbank. Die EZB will laut Presseberichten irischen Banken längerfristige Liquiditätshilfen anbieten. Bereits jetzt fragen die irischen Finanzinstitute stark kurzfristige Liquidität der Notenbank nach. Laut Leuchtmann verunsicherten diese zusätzlichen Liquiditätsmaßnahmen den Devisenmarkt. Noch in den vergangenen Wochen hatte die angekündigten Zinserhöhungen den Euro gestützt. "Die Kombination aus expansiver Liquiditätspolitik und restriktiver Zinspolitik wirft die Frage auf, wie die Gesamtwirkung der EZB-Politik ist", sagte Leuchtmann.
"Kurzzeitig hat im asiatischen Handel auch das für die Bundesregierung negative Wahlergebnis in Baden-Württemberg den Devisenmarkt belastet", sagte Leuchtmann. "Da allerdings kein frühzeitiges Ende der Bundesregierung erwartet wird, war dieser Effekt nicht nachhaltig." Die in den USA veröffentlichten Konjunkturdaten waren eher aus der zweiten Reihe, und haben den Markt kaum bewegt. Wichtig dürfte in den USA der am Freitag zur Veröffentlichung anstehende US-Arbeitsmarktbericht sein.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse
für einen Euro auf 0,87825 (0,87780) britische Pfund
AXC0176 2011-03-28/17:20
