Nach den Flugausfällen durch die Aschewolke des isländischen Vulkans Grimsvötn im Mai verlangt das Bundesverkehrsministerium von der EU-Kommission laut einem Pressebericht ein besseres Krisenmanagement. Dies geht aus einem Bericht des Ministeriums hervor, der am Mittwoch dem Verkehrsausschuss des Bundestags vorgestellt wird, wie das "Hamburger Abendblatt" (Dienstag) berichtet. Demzufolge erwartet das Ministerium von der EU-Kommission bei Aschewolken künftig eine europaweit harmonisierte Vorgehensweise.
Konkret fordert das Ministerium, die Qualität der Ausbreitungsprognosen für die Aschewolken zu erhöhen. Die deutliche Kritik in dem Bericht bezieht sich auf die bisherigen Vorhersagen des Volcanic Ash Advisory-Centers (VAAC) in London.
Dem Ministeriums-Papier zufolge lag die Aschekonzentration bei zwei deutschen Messflügen am 25. Mai zwischen 0,08 und 0,7 Milligramm und damit deutlich unter dem Grenzwert von 2 Milligramm. Auf Nachfrage bestätigte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer der Zeitung die Zahlen und kritisierte die Informationen der Londoner Forscher: "Es gibt deutliche Abweichungen zwischen Vorhersage und Realität", sagte der CSU-Politiker. Von den Lauftraumschließungen am 25. Mai waren die Flughäfen in Hamburg, Bremen und Berlin betroffen. Rund 450 Flüge waren laut Ministerium auf deutschem Boden ausgefallen./stw/wiz
AXC0041 2011-06-28/08:39
