DUBLIN (Dow Jones)--Irland will den zu entrichtenden Zinssatz für die erhaltenen Hilfskredite von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds senken. Man hoffe, sich einen niedrigeren Zins bei dem Treffen der Finanzminister der Europäischen Union am 16. und 17. Mai sichern zu können, sagte Irlands Minister für Kommunikation, Energie und Rohstoffe, Pat Rabbitte, dem Sender "RTE" am Sonntag. Über eine Zinssenkung sei noch nicht entschieden worden.
Die neue Regierung des Landes bemüht sich darum, weniger als die nahezu 6% für den Kredit über 67,5 Mrd EUR zu zahlen. Einige große EU-Länder, unter anderem Frankreich, hatten allerdings Widerstand angekündigt. Irland solle zunächst den Unternehmenssteuersatz von 12,5% erhöhen, bevor dann die Konditionen des Rettungspakets verbessert werden könnten.
Der Gouverneur der irischen Zentralbank, Patrick Honohan, sagte dem Sender, dass die Schuldenlast des Landes tragbar sei. Voraussetzung dafür sei aber, dass Irland Wirtschaftswachstum erziele. Wenn das erwartete Wachstum allerdings ausbleibe, so Honohan, der auch der Mitglied des Rats der Europäischen Zentralbank (EZB) ist, werde es Vereinbarungen über die Risikoteilung mit der Europäischen Union geben müssen. Details hierzu nannte der Banker nicht.
- Von Eamon Quinn, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29 72 51 10, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/kla(END) Dow Jones Newswires
May 08, 2011 10:57 ET (14:57 GMT)
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