EMFIS.COM - Hanoi 24.05.2011 (www.emfis.com) Die Inflationsrate in Vietnam ist nach Angaben des General Statistics Office im Mai gegenüber dem Vorjahr um 19,78 Prozent angestiegen. Vor allem die steigenden Nahrungsmittelpreise gelten als Hauptursache für diese Zunahme. Die Teuerungsrate des südostasiatischen Staates ist seit August 2010 kontinuierlich gestiegen. Allerdings liegt der aktuelle Wert noch weit unter der Marke von 28,3 Prozent, die im August 2008 gemessen wurde.
Nach Angaben der Vereinten Nationen befindet sich Vietnam unter den fünf Staaten mit den weltweit höchsten Inflationsraten. Volkswirte befürchten, dass sich infolge dessen die Armut weiter ausbreiten wird. Obwohl die Regierung in Hanoi angekündigt hat, dass der Kampf gegen die Inflation höchste Priorität hat, sind Analysten skeptisch.
Leitindex im AbwärtstaumelAm 17. Mai hatte die State Bank of Vietnam den Leitzins um 1 Prozent auf 15 Prozent erhöht, die zweite Erhöhung in jenem Monat und bereits die sechste in diesem Jahr. Obwohl Vietnam eine restriktive Geldpolitik fährt, gehen einige Ökonomen davon aus, dass der Höchststand der Inflation erst im dritten Quartal erreicht wird.
Der vietnamesische Leitindex gilt als der schlechteste Performer in ganz Asien. Aufgrund der Furcht der Anleger vor weiteren Leitzinserhöhungen hat er seit Jahresbeginn bereits 17 Prozent abgegeben.
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