Die Edelstahlsparte des
Industriegüterkonzerns ThyssenKrupp könnte laut Kreisen
mehr wert sein, als bisher gedacht. Wie die Nachrichtenagentur
"Bloomberg" am Montagabend unter Berufung auf zwei mit den Vorgängen
vertraute Personen berichtete, dürfte die Sparte mit bis zu vier
Milliarden Euro bewertet werden. Die Aktien legten vorbörslich
leicht um 0,27 Prozent auf 35,02 Euro zu. Wie ein Börsianer sagte,
sei am Markt bislang von rund drei Milliarden Euro ausgegangen
worden. Den Kreisen zufolge wurden die Citigroup und die Deutsche Bank mit Planungen zum Verkauf der Sparte
beauftragt. Das Unternehmen gab auf Anfrage der Agentur keinen
Kommentar dazu ab. Laut früheren Angaben ist es das Ziel von
ThyssenKrupp, die Trennungspläne bis zum Ende des kommenden
Geschäftsjahres 2011/2012 (Ende September) abzuschließen./jha/wiz
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.
Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.
Nach Jahren im Schatten der Tech-Rallye steigt nun das Interesse an Unternehmen, die Stabilität mit langfristigen Wachstumsthemen wie Netzausbau, Dekarbonisierung und erneuerbaren Energien verbinden.
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