"Doch nicht nur der DAX muss da genannt werden. Auch die Rentenmärkte und Derivatemärkte haben eine sehr große Blasenbildung aktuell. Es kann jetzt durchaus zu einem deflatorischen Rückschlag am Finanzmarkt kommen. Grund ist die Schuldenkrise in den USA. Das wird zum großen Problem", meint Steffen Krug vom IfAAM Institut Hamburg. In diesem Interview skizziert er die größten Risiken für den DAX, der sich seiner Meinung nach in einer Blasenbildung befindet.
Der Dax hat am Mittwoch nur mit Mühe an seinen
jüngsten Aufwärtstrend angeknüpft. Der Leitindex schwankte in den
ersten Handelsminuten um den Schlusskurs vom Dienstag und rückte zuletzt um
moderate 0,10 Prozent vor auf 7.447,18 Punkte. Am Vortag war er noch mangels
Impulsen mit einem minimalen Minus aus dem Handel gegangen und hatte damit seine
fünftägige Gewinnserie beendet. Der MDax der mittelgroßen Werte
rückte zur Wochenmitte um 0,21 Prozent vor auf 11.113,46 Punkte, der TecDax legte um 0,14 Prozent zu auf 903,80 Punkte. Die Vorgaben aus Übersee sind zwar insgesamt recht freundlich, aber nicht überwältigend. Die US-Börsen hatten
sich am Vortag nach dem langen Wochenende uneinheitlich präsentiert, der Future
auf den US-Leitindex Dow Jones gewann indes 0,16 Prozent. In Asien
folgten die Börsen keinem klaren Trend. Die Marktteilnehmer dürften den Blick bereits auf die morgigen
Zinsentscheide der EZB und der Bank of England richten. Das beherrschende Thema
in dieser Woche dürfte derweil der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag sein. Die
Abstufung Portugals durch Moody's vom Vorabend sei dagegen schnell vom Markt
verarbeitet worden. "Meine Strategie für die kommenden Monate: Aktives Management des Vermögens hat oberste Priorität. Dazu sind Experten heranzuziehen. Man sollte in drei Bereiche investieren: Edelmetalle und Rohstoffe, zweitens Familienunternhemen. Der dritte Bereich sind Substanzwerte aus den Sektoren Grundnahrungsmittel und Telekommunikation", so Krug gegenüber dem DAF.

© 2011 Der Aktionär TV
