Die europäische Schuldenkrise spitzt sich zu. Vor allem Italien ist in den Fokus der Anleger geraten. Man hat Angst vor einer Eskalation. Das schlägt auch dem DAX aufs Gemüt. Der Leitindex sank bis zum Mittag um 0,64 Prozent auf 7.355,20 Punkte. Der MDax verlor 1,00 Prozent auf 10.958,40 Punkte. Für den TecDax ging es 1,15 Prozent abwärts auf 888,57 Punkte.
Bankentitel standen weiter unter Druck, nachdem der europäische Branchenindex Stoxx 600 Banken in der Vorwoche bereits um fast 6% eingeknickt war. Aktuell erwischte es vor allem die Versicherer. Die Finanzminister der 17 Euro-Staaten werden an diesem Montag in Brüssel darüber beraten, wie eine Ausweitung der Schuldenkrise vermieden werden kann. Dabei ist ein zweites Rettungspaket für Griechenland Thema. Die Hilfen könnten bis zu 120 Milliarden Euro betragen. Doch auch die Lage in Italien dürfte diskutiert werden. Spekulationen, dass ein Krisentreffen einberufen wurde, wies der EU-Kommissionssprecher allerdings zurück. Einem Pressebericht zufolge fordert die Europäischen Zentralbank derweil eine Aufstockung des Rettungsschirms. Das bestehende Volumen reiche nicht aus, um Italien zu schützen. Diese Unsicherheiten setzen vor allem den Banken heute zu. Commerzbank-Aktien rutschten mit minus 4,% an das Dax-Ende. Die Papiere der Deutschen Bank verbilligten sich
um 1,9%. Für Allianz-Aktien ging es um 3,0% nach unten
Nach einem verlorenen Patentstreit gegen die Novartis-Tochter Hexal um die Verhütungspille Yasmin ging es auch für Bayer-Aktien um 1,7% nach unten. Analysten halten die Auswirkungen auf die Bilanz zwar für begrenzt, nach vierjähriger Dauer des Verfahrens komme die negative Entscheidung jetzt aber überraschend.
Lufthansa-Aktien litten mit einem Abschlag von 1,3% unter der gestrichenen Kaufempfehlung der UBS. Seine Abstufung begründetet Analyst Jarrod Castle vor allem mit den jüngsten Kursgewinnen, die nun nicht mehr genügend Aufwärtspotenzial ließen.
Kursgewinne verzeichneten indes Gesundheitstitel, deren defensiver Charakter europaweit gefragt war. So legten Fresenius um 1,0% zu. Fresenius Medical Care hielten sich stabil.
RWE-Aktien verloren nach einem "Spiegel"-Bericht nur unterdurchschnittliche 0,18 Prozent. Demnach erwägt Konzernchef Jürgen Großmann eine weitreichende Verknüpfung seines Konzerns mit dem russischen Gas-Giganten Gazprom. Auch eine strategische Beteiligung von Gazprom an RWE oder RWE-Töchtern und sogar eine Rolle der Russen als "Ankeraktionäre" in dem Essener Konzern sind für Großmann dem Magazin zufolge denkbar.
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Nach einem verlorenen Patentstreit gegen die Novartis-Tochter Hexal um die Verhütungspille Yasmin ging es auch für Bayer-Aktien um 1,7% nach unten. Analysten halten die Auswirkungen auf die Bilanz zwar für begrenzt, nach vierjähriger Dauer des Verfahrens komme die negative Entscheidung jetzt aber überraschend.
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Kursgewinne verzeichneten indes Gesundheitstitel, deren defensiver Charakter europaweit gefragt war. So legten Fresenius um 1,0% zu. Fresenius Medical Care hielten sich stabil.
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