DUBLIN (Dow Jones)--Die internationalen Geldgeber sehen die irische Regierung bei ihren Bemühungen zur Konsolidierung des Staatshaushalts sowie bei der Durchführung wirtschaftspolitischer Reformen auf dem richtigem Weg. Dies erklärten Vertreter von Internationalem Währungsfonds (IWF), Europäischer Union und Europäischer Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Dublin.
IWF und EU hatten Irland im November vergangen Jahres Kredite im Umfang von 67,5 Mrd EUR zur Verfügung gestellt, um das Land aus einer akuten finanziellen Notlage zu befreien. Im Gegenzug für die Finanzhilfen hatte sich Dublin zu einem strikten Sparkurs sowie zu Reformen im Finanzsektor verpflichtet.
Das Anpassungsprogramm sei auf gutem Weg und wohl finanziert, stellten die auch als Troika bezeichneten Organisationen auf der Pressekonferenz gemeinsam fest. Das Haushaltsdefizit des Landes dürfte ihrer Einschätzung nach in diesem Jahr auf einen Anteil von 10,5% am Bruttoinlandsprodukt (BIP) zurückgehen. Zwar hätten sich in den vergangenen Tagen die "Spannungen an den Staatsanleihe-Märkten zugespitzt", das Rettungsprogramm schütze Irland aber.
Die Ratingagentur Moody's hatte ihre Bonitätsnote für Irland am Dienstag gesenkt und dem Land damit eine geringere Kreditwürdigkeit bescheinigt. Nervosität an den Märkten hatte sich auch in steigenden Renditen irischer Staatsanleihen gezeigt.
-Von Eamon Quinn und Ainsley Thomson, Dow Jones Newswires +49 (0)69 29725 300, konjunktur.de@dowjones.com DJG/DJN/mle(END) Dow Jones Newswires
July 14, 2011 10:00 ET (14:00 GMT)
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