Themen heute:
HUK-Coburg: Richter befürworten verantwortungsbewusstes Handeln unter Nachbarn // Wie stark ist der Euro im Vergleich zu anderen Währungen? // Mercedes-Benz startet mit Rekordabsatz ins zweite Halbjahr
1.
Kann jemand zur Kasse gebeten werden, weil er an einen Notfall glaubt und die Feuerwehr alarmiert? Nein, urteilte das Landgericht Berlin (26.01.2011, 49 S 106/10). Wie die HUK-COBURG-Haftpflichtversicherung mitteilt, haftet der Meldende nach Auffassung der Richter nur, wenn die Feuerwehr bewusst falsch informiert wurde. Davon könne in diesem Fall aber keine Rede sein. Die Beklagte hatte ihre Nachbarin angerufen, und als diese abnahm nur ein Stöhnen und Wimmern gehört. Weil sie sich Sorgen machte, versuchte sie nach einer Weile erneut, die Nachbarin telefonisch zu erreichen. Vergeblich. Nun vermutete die Beklagte einen Notfall und verständigte die Feuerwehr. Nach mehrfachem, erfolglosem Klingeln brach die Feuerwehr die Wohnungstür auf. Doch statt des vermuteten Notfalls fand sie nur eine leere Wohnung vor. Der Vermieter der vermeintlich in Not geratenen Nachbarin, weigerte sich später die zerstörte Tür auf seine Kosten auswechseln zu lassen. Er verlangte, dass die besorgte Anruferin die neue Tür bezahlen solle. Schließlich habe sie den Fehlalarm verursacht. Die Richter sahen das anders: Als die Beklagte die Feuerwehr informierte, konnte sie davon ausgehen, dass sich die Nachbarin in Not befand, zudem hätten die Feuerwehrleute in eigener Verantwortung entschieden, die Tür aufzubrechen.
2.
Der Euro ist nach dem US-Dollar die wichtigste Reservewährung der Welt. Sein Außenwert hat seit der Einführung 1999 deutlich zugelegt. So stieg der Wechselkurs zum US-Dollar und dem Britischen Pfund um jeweils ein Drittel. Erhielt man 1999 für einen Euro im Jahresdurchschnitt nur knapp 1,07 US-Dollar, so sind es Ende Juli 2011 immerhin 1,43 US-Dollar.
Noch stärker fiel die Aufwertung mit 49 Prozent gegenüber dem Russischen Rubel und 47 Prozent gegenüber dem Südafrikanischen Rand aus. Allerdings konnte der Euro nach Informationen des Bundesverbandes deutscher Banken nicht überall punkten. Gegenüber dem Australischen Dollar beispielsweise wertete er um 21 Prozent ab.
3.
Mercedes-Benz ist mit dem besten Juliabsatz aller Zeiten erfolgreich in das zweite Halbjahr gestartet. Weltweit gingen 100.391 (i.V. 97.727) Pkw in Kundenhand, der Absatz übertraf damit um 2,7 Prozent das hohe Volumen des Vorjahresmonats. Seit Jahresbeginn liegt das Plus bei 8,6 Prozent, 710.922 (i.V. 654.418) Fahrzeuge wurden verkauft - ebenfalls ein neuer Höchstwert.
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