Die Wall Street hat am Freitag noch
innerhalb der ersten Handelsstunde den Sprung in die Gewinnzone
geschafft. Laut Händlern handelte es sich dabei auch um eine nötige
Gegenbewegung. Allerdings fänden die Märkte dennoch keine Ruhe,
schränkten die Börsianer ein. Am Vortag war es an der Wall Street
bereits zu einem Ausverkauf gekommen. Rezessionssorgen und
verheerende US-Konjunkturdaten hatten den Dow Jones
Zuletzt stand der Dow Jones bei 11.009,69 Punkten und damit um
0,17 Prozent fester. Damit schaffte es der US-Leitindex wieder über
die Marke von 11.000 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500
Dass die Märkte keine Ruhe finden, zeigte sich auch in den verschiedenen Volatilitätsindizes. Der Vix, wie der Chicago Board Options Exchange Volatility Index genannt wird, legte im frühen Handel 4,1 Prozent zu auf 44,43 Punkte. Der Vstoxx in Europa gewann ebenfalls hinzu. "Was wir hier sehen ist eine Vertrauenskrise", sagte ein Stratege. Der Markt habe Angst, in eine Rezession zu schlittern und dabei von nicht funktionierenden Regierungen geführt zu werden.
Auf Unternehmensseite standen zuletzt erneut die Papiere von
Hewlett-Packard (HP)
Auf der Gewinnerliste standen unter anderem Werte wie McDonald's
Nach Ansicht von Patrick Franke, USA-Experte bei der Landesbank Hessen-Thüringen, ist die Bekämpfung der aktuellen Börsentalfahrt schwierig, weil die Ursachen unklar sind. Ein Auslöser sei sicherlich die Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) gewesen. Diese sei zwar nicht überraschend gekommen und habe sich auch nicht negativ auf den US-Staatsanleihenmarkt ausgewirkt. Dennoch sei die Unsicherheit zuletzt merklich gestiegen. Hinzu kommt die Schuldenkrise in der Eurozone: So kommen in den USA zunehmend Sorgen um die Finanzstärke europäischer Banken auf. Aufgrund von Verflechtungen mit US-Banken hätte dies auch gravierende Folgen für den dortigen Markt./rum/stb
ISIN US2605661048 XC0009694271 US6311011026
AXC0141 2011-08-19/16:57
