Die Ölpreise haben am Freitag belastet durch schwache Aktienmärkte schwächer tendiert. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Oktober-Lieferung 110,28 US-Dollar und damit 34 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) sank um 44 Cent auf 84,86 Dollar.
Die trübe Stimmung an den Aktienmärkten laste auf dem Ölmarkt, sagten Händler. Die Märkte erwarten mit Spannung die heutige Rede des Fed-Vorsitzenden Ben Bernanke am Nachmittag auf der Zentralbank-Konferenz im amerikanischen Jackson Hole. Die entscheidende Frage ist laut Commerzbank, ob er wie letztes Jahr eine weitere Runde quantitativer Lockerung der US-Geldpolitik ("QE3") ankündigt. Im vergangenen Jahr seien die Rohölpreise in Folge der Ankündigung um 30 Prozent gestiegen.
Die Commerzbank-Experten rechnen jedoch nicht mit einer solchen Ankündigung durch Bernanke. Daher könnten die Ölpreise unter Druck geraten. Der Preisanstieg an den Ölmärkten in den vergangenen Tagen sei vor allem auf die Erwartung zusätzlicher Liquidität zurückzuführen gewesen, schreibt die Commerzbank.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist weiter gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel (159 Liter) am Donnerstag im Durchschnitt 107,61 US-Dollar. Das waren 1,08 Dollar mehr als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jsl/jkr
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