Deutschland und Finnland suchen im Streit um das Euro-Hilfspaket für Griechenland weiter nach einer Lösung. Die Außenminister Guido Westerwelle (FDP) und Erkki Tuomioja verwiesen am Dienstag nach einem Treffen in Berlin darauf, dass beide Länder in der Euro-Schuldenkrise gemeinsame Interessen hätten. Finnland verlangt als einziger der 17 Euro-Staaten von Griechenland zusätzliche Sicherheiten als Pfand. Das Thema stand am Abend auch bei einem Treffen der Finanzminister auf dem Programm.
Westerwelle gab zu, dass es in dieser Frage noch "Diskussionsbedarf" gebe. Beide Länder seien jedoch "getragen vom gemeinsamen Willen, unsere Währung auch zu schützen". Deshalb werde man auch zu einem "guten gemeinsamen Ergebnis" kommen. Tuomioja sagte, Deutschland und Finnland seien in Europa "in vielerlei Hinsicht die engsten Partner".
Zu dem Treffen der Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Jutta Urpilainen wurde auch der niederländische Ressortchef Jan Kees de Jager in Berlin erwartet.
Westerwelle forderte Griechenland erneut zu mehr Sparsamkeit auf. "Wir haben eine klare Erwartungshaltung: dass Griechenland jetzt auch die Hausaufgaben erledigt und erfüllt", sagte der FDP-Politiker. "Solidarität ist niemals eine Einbahnstraße, sondern beruht immer auf Gegenseitigkeit."/cs/DP/ck
AXC0213 2011-09-06/19:44