EMFIS.COM - Moskau 12.09.2011 (www.emfis.de) Gazprom und der britisch-niederländische Ölkonzern Royal Dutch Shell werden ihre Zusammenarbeit möglicherweise signifikant ausweiten. Dies meldete heute der Finanzdienst "Bloomberg" unter Berufung auf einen russischen Regierungsbeamten, der ungenannt bleiben wollte.
Die Initiative für das engere Zusammenrücken der beiden Energieriesen komme von Russlands Präsident Medwedew und dem britischen Premier Cameron, die sich zuletzt in Moskau trafen. Bei dem bevorstehenden Staatsbesuch Medwedews in London werde das Thema im Rahmen einer allgemein geplanten Verbesserung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit erneut auf den Tisch kommen.
Massiver Ausbau des Flüssiggas-Projekts Sachalin-2?
Gasprom und Shell betreiben zusammen mit anderen Investoren bereits das milliardenschwere Venture "Sachalin-2" zur Produktion von Flüssiggas im Nordosten Russlands. Die jährliche Förderkapazität liegt derzeit bei knapp 10 Millionen Tonnen pro Jahr, und solle nach dem Willen Shells um weitere 50 Prozent ausgeweitet werden. Laut "Bloomberg" hält Gazprom knapp über 50 Prozent der Anteile an dem Gemeinschaftsprojekt, Shell verfügt über 27,5 Prozent der Anteile. Daneben sind noch die japanischen Handelhäuser Mitsubishi und Mitsui & Co an dem Projekt beteiligt.
Beziehungen zu Russland belastet
Der gescheiterte Versuch von BP, mit dem staatlichen russischen Ölförderer Rosneft ins Geschäft zu kommen, hatte vor einigen Monaten die russisch-britischen Handelsbeziehungen belastet (EMFIS berichtete). Eine Hypothek für eine engere Zusammenarbeit ist außerdem weiterhin die Ermoderung des ehemaligen KGB-Agenten Alexander Litwinenko in London im Jahr 2006, für die von verschiedenen Beobachtern der Kreml verantwortlich gemacht wurde.
Die Nachrichtenagentur "Itar-Tass" erklärte nunmehr, dass im Fall Litwinenko inzwischen sogar eine gemeinsame britisch-russische Untersuchungskommission denkbar sei. Großbritanniens Premier Cameron wiederum führte bei seinem Besuch in Moskau aus, dass der Fall zwar weiter verfolgt werde, aber keinen Grund darstelle, die gesamten Beziehungen der beiden Länder einfrieren zu lassen.
Die Initiative für das engere Zusammenrücken der beiden Energieriesen komme von Russlands Präsident Medwedew und dem britischen Premier Cameron, die sich zuletzt in Moskau trafen. Bei dem bevorstehenden Staatsbesuch Medwedews in London werde das Thema im Rahmen einer allgemein geplanten Verbesserung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit erneut auf den Tisch kommen.
Massiver Ausbau des Flüssiggas-Projekts Sachalin-2?
Gasprom und Shell betreiben zusammen mit anderen Investoren bereits das milliardenschwere Venture "Sachalin-2" zur Produktion von Flüssiggas im Nordosten Russlands. Die jährliche Förderkapazität liegt derzeit bei knapp 10 Millionen Tonnen pro Jahr, und solle nach dem Willen Shells um weitere 50 Prozent ausgeweitet werden. Laut "Bloomberg" hält Gazprom knapp über 50 Prozent der Anteile an dem Gemeinschaftsprojekt, Shell verfügt über 27,5 Prozent der Anteile. Daneben sind noch die japanischen Handelhäuser Mitsubishi und Mitsui & Co an dem Projekt beteiligt.
Beziehungen zu Russland belastet
Der gescheiterte Versuch von BP, mit dem staatlichen russischen Ölförderer Rosneft ins Geschäft zu kommen, hatte vor einigen Monaten die russisch-britischen Handelsbeziehungen belastet (EMFIS berichtete). Eine Hypothek für eine engere Zusammenarbeit ist außerdem weiterhin die Ermoderung des ehemaligen KGB-Agenten Alexander Litwinenko in London im Jahr 2006, für die von verschiedenen Beobachtern der Kreml verantwortlich gemacht wurde.
Die Nachrichtenagentur "Itar-Tass" erklärte nunmehr, dass im Fall Litwinenko inzwischen sogar eine gemeinsame britisch-russische Untersuchungskommission denkbar sei. Großbritanniens Premier Cameron wiederum führte bei seinem Besuch in Moskau aus, dass der Fall zwar weiter verfolgt werde, aber keinen Grund darstelle, die gesamten Beziehungen der beiden Länder einfrieren zu lassen.
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