MÜNCHEN/FRANKFURT (Dow Jones)--Die Mannheimer MVV Energie AG will sich die vom Energiekonzern RWE zum Verkauf gestellten Stadtwerkebeteiligungen genau anschauen und schließt eine Teilnahme an einem Bieterverfahren nicht aus. "Das ganze RWE-Stadtwerkeportfolio hat schon Charme", sagte MVV-Vorstand Werner Dub im Gespräch mit Dow Jones Energy Daily.
Auch wenn es noch keine Details und keine klaren Aussagen seitens RWE zu den bekannt gewordenen Verkaufsplänen gebe, sei es grundsätzlich positiv zu bewerten, dass es nach einer längeren Pause nun offenbar wieder Opportunitäten auf dem Stadtwerkemarkt gebe, sagte Dub weiter. Denn MVV Energie halte die Idee eines Stadtwerkeverbunds nach wie vor für aussichtsreich.
RWE will sich im Rahmen seines Desinvestitionsprogramms von seinen Mehrheitsbeteiligungen an dem Frankfurter Regionalversorger Süwag (RWE-Anteil: 77,6%), der Saarbrücker VSE AG (69,33%) sowie Kevag Koblenzer Elektrizitätswerk und Verkehrs-AG (58%) trennen.
Eher geringe Chancen rechnet sich der Mannheimer Stadtwerkekonzern allerdings bei einem Verkaufsverfahren für den Frankfurter Versorger Süwag aus. Dort hätten die an dem Unternehmen beteiligten Kommunen aufgrund ihrer Vorkaufsrechte und ihrer lokalen Vernetzung eine starke Position und klare Vorteile. Dies gelte besonders für die Stadt Frankfurt. "Da müsste man überlegen, ob man realistische Chancen hat", erklärte Dub.
Die MVV Energie AG ist an insgesamt acht Stadtwerken und kommunalen Versorgern beteiligt. In den vergangenen Jahren gab es so gut wie keine Möglichkeiten am Markt, dieses Portfolio in größerem Umfang auszubauen. Besonders Mehrheitsanteile an Stadtwerken standen nicht zum Verkauf.
-Von Klaus Hinkel, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 104, unternehmen.de@dowjones.com DJG/hil/jhe
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September 14, 2011 10:57 ET (14:57 GMT)
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