ETFs gelten als kostengünstige Bausteine einer Anlagestrategie und werden von vielen Vermögensverwaltungen genutzt. Dennoch muss das Risiko aktiv gesteuert werden. "Bei 6800 Punkte haben wir die Aktienquote auf null gesetzt", betont Timo Wirges, Honorarberater bei der quirin bank, "denn oberstes Ziel ist Vermögenserhalt".
Mit hohen Cashquoten juckt es jetzt vielen Investoren in den Fingern. "Wir sehen nicht nur institutionelle, sondern auch private Nachfrage", berichtet Thomas Meyer zu Drewer, der das ETF-Geschäft unter der Marke ComStage leitet. "Ich rate noch zur Zurückhaltung", so Wirges, "aber die Zeit der Schnäppchenjäger kommt." Wer kurzfristig agieren wolle, könnte schon jetzt vorsichtig Positionen aufbauen, müssen sich aber bewusst sein, dass es noch mal heftig nach unten gehen kann. Für Profis ist das keine Frage: "Da wird zunehmend kurzfristig agiert, denn mit ETFs kann man nun mal schnell raus, aber auch wieder rein", erläutert Meyer zu Drewer. Seine Empfehlung: "Unbedingt breit diversifizieren, auch über Anlageklassen hinweg."
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