MADRID (Dow Jones)--Um ihr Kapital zu stärken, setzt die spanische Großbank Banco Santander weiter auf Verkäufe. Das Institut will 7,8% der Anteile an seiner chilenischen Tochter verkaufen. Auf Basis der derzeitigen Marktkapitalisierung der südamerikanischen Filiale von 14,25 Mrd USD wird die Maßnahme etwa 1,1 Mrd USD in die Kassen der Spanier spülen.
Vor einigen Tagen hatte Santander einen ähnlichen Plan für die brasilianische Einheit vorgestellt. Hier verspricht sich die Bank durch die Veräußerung von 8,2% einen Erlös von 2,3 Mrd USD.
Santander muss nach den neuen Kapitalanforderungen der Europäischen Bankenaufsicht EBA eine Kapitallücke von 6,5 Mrd EUR stopfen. Neben Asset-Verkäufen soll die Einbehaltung von Gewinnen dafür sorgen, dass das Institut bis Juni 2012 eine Kernkapitalquote von 10% erfüllt. Die Quote lag zum Ende des dritten Quartals bei 8,12%.
Banco Santander-Chile ist mit einer Bilanzsumme von 49,4 Mrd USD die größte Bank in dem südamerikanischen Land. Das Institut beschäftigt 11.706 Mitarbeiter.
-Von Christopher Bjork, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 102, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/mgo/kla
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November 22, 2011 06:12 ET (11:12 GMT)
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