Die europäische Bankenaufsicht Eba hat noch immer nicht abschließend konkretisiert, wie hoch der Kapitalbedarf bei der Commerzbank ausfällt. In den letzten Tagen waren Gerüchte aufgekommen, dass die Commerzbank statt der ursprünglich geforderten 2,9 Mrd. € bis zu 5 Mrd. € benötigen könnte. Commerzbank-Chef Martin Blessing hat noch am Dienstagabend betont, das zusätzliche Kapital ohne staatliche Hilfe zu beschaffen.
Der Verkauf von Beteiligungen wie der Comdirect oder der polnischen BRE-Bank könnte ein Großteil der dringend benötigten Milliarden in die klammen Kassen spülen. Aber die Commerzbank würde damit wichtige und vor allem profitable Geschäftsfelder verlieren. Auch eine Kapitalerhöhung gestaltet sich beim derzeitigen Kurs schwierig, da der Mindestnennwert von 1 € bei der Ausgabe neuer Aktien nicht unterschritten werden darf. Zusätzlich wäre der Verwässerungseffekt für Altaktionäre erheblich, wenn die Commerzbank eine nennenswerte Summe auf diese Weise einnehmen will.
Unterdessen wächst die Kritik an der europäischen Bankenaufsicht Eba, deren Vorgehen aus Sicht der deutschen Bankenbranche immer unberechenbarer wird. "Es ist nicht hinnehmbar, dass die Eba im laufenden Verfahren mehrfach die Kriterien des Kapitalbedarfs verändert", erklärte Hans Reckers, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes VÖB, gegenüber dem Handelsblatt.
Sollte Commerzbank-Chef Blessing dennoch in irgendeiner Form Staatshilfe annehmen müssen, wäre das Sicht vieler Beobachter nicht sein Ende bei der Commerzbank. Vorerst bleibt abzuwarten, wie hoch die Eba den verbindlichen Kapitalbedarf der Commerzbank taxiert.
Georg Sures / Bernecker Einzelanalyse
Der Verkauf von Beteiligungen wie der Comdirect oder der polnischen BRE-Bank könnte ein Großteil der dringend benötigten Milliarden in die klammen Kassen spülen. Aber die Commerzbank würde damit wichtige und vor allem profitable Geschäftsfelder verlieren. Auch eine Kapitalerhöhung gestaltet sich beim derzeitigen Kurs schwierig, da der Mindestnennwert von 1 € bei der Ausgabe neuer Aktien nicht unterschritten werden darf. Zusätzlich wäre der Verwässerungseffekt für Altaktionäre erheblich, wenn die Commerzbank eine nennenswerte Summe auf diese Weise einnehmen will.
Unterdessen wächst die Kritik an der europäischen Bankenaufsicht Eba, deren Vorgehen aus Sicht der deutschen Bankenbranche immer unberechenbarer wird. "Es ist nicht hinnehmbar, dass die Eba im laufenden Verfahren mehrfach die Kriterien des Kapitalbedarfs verändert", erklärte Hans Reckers, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes VÖB, gegenüber dem Handelsblatt.
Sollte Commerzbank-Chef Blessing dennoch in irgendeiner Form Staatshilfe annehmen müssen, wäre das Sicht vieler Beobachter nicht sein Ende bei der Commerzbank. Vorerst bleibt abzuwarten, wie hoch die Eba den verbindlichen Kapitalbedarf der Commerzbank taxiert.
Georg Sures / Bernecker Einzelanalyse
© 2011 Bernecker Börsenbriefe
