Der Energiekonzern RWE hat durch
den Verkauf von Aktien rund 2,1 Milliarden Euro erlöst. Die
insgesamt 80,4 Millionen Aktien seien zu 26 Euro das Stück bei
institutionellen Investoren platziert worden, teilte das Unternehmen
am Dienstag in Essen mit. Mit dem Geld will sich der vom
überraschenden Atomausstieg Deutschlands besonders hart getroffene
Konzern neue Wachstumsfelder erschließen. RWE hatte im August
angekündigt, sich im Laufe des Jahres durch den Verkauf von alten
und neuen Aktien bis zu 2,5 Milliarden Euro ins Haus holen zu
wollen./zb/tw
Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.
Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.
Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.
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