Die Bahn sieht keine deutlichen Kostensteigerungen beim Bahnprojekt Stuttgart 21 seit der Volksabstimmung. Im Vergleich zu bisherigen Darstellungen habe sich nichts geändert, teilte das Kommunikationsbüro am Dienstag in Stuttgart mit. Die "Stuttgarter Zeitung" hatte berichtet, dass Bahn-Technikvorstand Volker Kefer den Aufsichtsrat vergangene Woche über eine Erhöhung des "Gesamtwertumfangs" von 4,088 auf 4,33 Milliarden Euro informiert habe. Gründe seien höhere Preise bei Vergaben und Risiken. Die Bahn plane jetzt, die Baulogistik zu optimieren und externe Fachleute zu verpflichten, um zu sparen. Die Kostenobergrenze beträgt 4,52 Milliarden Euro.
Nach Angaben der Bahn hatten sich bereits in einer Bewertung vom September Vergaberisiken von 240 Millionen Euro und Projektrisiken von 130 Millionen Euro ergeben. Der verbleibende Restpuffer liege danach bei 390 Millionen Euro, heißt es. "Dies wurde sowohl im Lenkungskreis den Projektpartnern kommuniziert als auch für alle nachvollziehbar ins Internet eingestellt. Dieser Stand gilt bis heute unverändert, und nichts anderes wurde dem Aufsichtsrat präsentiert."
CDU Landeschef Thomas Strobl machte die Grünen für mögliche Mehrkosten verantwortlich. "Ein großer Teil der bisherigen Kostensteigerungen bei Stuttgart 21 hat eine Farbe: grün." Die Partei und andere Projektgegner hätten die Bauarbeiten mit allen Mitteln verzögert, und solche Verzögerungen gebe es nicht zum Nulltarif. "Es kann nicht sein, dass die Grünen das Projekt täglich teurer machen - in der Hoffnung, dass es eines Tages zu teuer ist", sagte Strobl./bmw/DP/dct
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