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Dow Jones News
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Gewinne an Europa-Börsen - Jahresverlierer sind Tagesgewinner

FRANKFURT (Dow Jones)--Das vorweihnachtliche Geschäft bescherte den europäischen Börsen am Donnerstag teils deutliche Kursgewinne. Ein Blick auf die Sektoren zeigt, dass die bisherigen Verlierer des Jahres von den Investoren gekauft wurden. Ob die Anleger allerdings auf eine nachhaltige Erholung der eher zyklischen Sektoren wie Grundstoffe und Automobilbau setzen, bleibt abzuwarten. Mit der am Mittwoch gesetzten Liquiditätsspritze der Europäischen Zentralbank in Höhe von 489 Mrd EUR sollten die Banken über die Mittel verfügen, die Wirtschaft im kommenden Jahr mit Krediten zu versorgen. Der Euro-Stoxx-50 legte um 1,3% oder 29 Punkte auf 2.273,02 zu. Der Stoxx-50 gewann 1,1% oder 25 Punkte auf 2.322.

Die am Nachmittag mitgeteilten US-Konjunkturdaten boten kein einheitliches Bild und konnten somit keine nachhaltigen Kursbewegungen auslösen. Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, Michigan-Index sowie Frühindikatoren fielen besser aus als erwartet, die dritte Lesung des BIP sowie der FHFA-Hauspreisindex schlechter.

Verlierer des Jahres werden gekauft

Mit der Eurokrise und einer damit einhergehenden Konjunkturabkühlung war 2011 für die Sektoren Rohstoffe, Automobilhersteller und Finanzwerte ein schlechtes Jahr. Kurz vor Jahresende scheinen die Investoren aber gerade in diesen Sektoren zuzugreifen. Nachdem der Rohstoffsektor seit Anfang des Jahres 30% verloren hat, legte der europäische Sub-Index am Donnerstag um 1,6% zu. Die Automobilwerte, mit einem Abschlag von 23% der drittschwächste Sektor seit Jahresstart, zogen um durchschnittlich 0,7% an. Der europäische Bankensektor stellt mit einem Minus von 32% den bisherigen Verlierer 2011, am Berichtstag legte er um knapp 2,0% zu.

Portugal verkauft EDP-Anteil

Portugal hat seine Beteiligung an Energias de Portugal für 2,69 Mrd EUR an den chinesischen Wasserkrafterzeuger Three Gorges Three verkauft. Die Privatisierung von EDP, die eine starke Position im Geschäft mit erneuerbaren Energien hat, ist Teil des Rettungsplans für das Land. Portugal hatte den Verkauf im Zuge der Staatschuldenkrise mit der EU und dem Internationalen Währungsfonds vereinbart. Neben Three Gorges und E.ON hatten die brasilianischen Unternehmen Eletrobras und Cemig für den Anteil geboten. EDP waren zwischenzeitlich vom Handel ausgesucht und steigerten sich schließlich um 3,7% auf 2,33 EUR.

Steigende Zuckerpreise versüßen Bilanzen

Eine global steigende Nachfrage nach Zucker hat den Preis in den vergangenen Quartalen kontinuierlich steigen lassen. Davon profitieren in Europa die Zuckerproduzenten Südzucker und Agrana. Während die Umsätze von Südzucker in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 12% gestiegen sind, hat das operative Ergebnis einen überproportionalen Sprung von mehr als 40% hingelegt, wie die Analysten von Hauck & Aufhäuser anmerken. Südzucker legten um 2,2% auf 24,55 EUR zu und notieren damit nur knapp unterhalb des Allzeithochs bei 26,18 EUR. Agrana stiegen um 6,4% auf 77,70 EUR.

Lufthansa verkauft Verlustbringer British Midland

Die Deutsche Lufthansa hat ihren Verlustbringer British Midland an die International Airlines Group verkauft. Aus Sicht von Silvia Quandt Research ist der Verkauf an den Wettbewerber klar positiv für die Lufthansa zu werten. Schon im laufenden Jahr würde die Lufthansa den Verlust von bmi nicht mehr in ihrem operativen Ergebnis ausweisen, dieses dürfte daher rund 200 Mio EUR höher ausfallen als bisher veranschlagt. Lufthansa gewannen 1,9% auf 9,19 EUR zu, IAG stiegen um 3,3% auf 149,90 p.

Europäische Schlussbörsen vom Donnerstag, 22. Dezember 
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.            Index          Schluss-  Entwicklung  Entwicklung   Entwicklung 
.                              stand      absolut         in %          seit 
.                                                               Jahresbeginn 
Europa       Euro-Stoxx-50   2273,02        28,67        +1,3%         -18,6 
.            Stoxx-50        2321,63        25,42        +1,1%         -10,2 
.            Stoxx-600        239,78         2,49        +1,0%         -13,1 
Frankfurt    XETRA-DAX       5852,18        60,65        +1,0%         -15,4 
London       FTSE-100        5456,97        67,23        +1,2%          -7,5 
Paris        CAC-40          3071,80        41,33        +1,4%         -19,3 
Amsterdam    AEX              305,18         4,38        +1,5%         -13,9 
Athen        ATHEX-20         252,05        -0,40        -0,2%         -62,0 
Brüssel      BEL-20          2040,29        13,97        +0,7%         -20,9 
Budapest     BUX            17462,51      -140,84        -0,8%         -18,1 
Helsinki     OMXH-25         1901,68        29,94        +1,6%         -27,7 
Istanbul     NAT30          62085,97       -67,98        -0,1%         -23,7 
Kopenhagen   OMXC-20          377,62        -2,40        -0,6%         -17,5 
Madrid       IBEX-35         8462,90        84,50        +1,0%         -14,2 
Mailand      FTSE-MIB       15027,44       207,58        +1,4%         -25,5 
Moskau       RTS             1396,03        13,53        +1,0%         -21,1 
Oslo         OBX              351,98         6,01        +1,7%         -12,1 
Prag         PX               891,60        11,80        +1,3%         -27,2 
Stockholm    OMXS-30          970,90        11,39        +1,2%         -16,0 
Warschau     WIG-20          2148,41        -8,02        -0,4%         -21,7 
Wien         ATX             1883,43        39,53        +2,1%         -35,2 
Zürich       SMI             5837,06        32,29        +0,6%          -9,3 
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DJG/thl/raz

(END) Dow Jones Newswires

December 22, 2011 12:42 ET (17:42 GMT)

Copyright (c) 2011 Dow Jones & Company, Inc.

© 2011 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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