AMSTERDAM (Dow Jones)--Die Niederlande könnten der Fusion von Deutscher Börse und NYSE Euronext Steine in den Weg legen. Die Regierung des Landes drohe, einen möglichen Verkauf des niederländischen Derivategeschäftes auf Einzelaktien zu blockieren, berichtet die Zeitung "Het Financieele Dagblad" am Donnerstag unter Berufung auf Quellen in der Politik.
Zwar sei Finanzminister Jan Kees de Jager nicht gegen die Fusion, so die Zeitung. Die Niederlande wollten aber keine wichtige Börse verlieren, um den Weg für einen internationalen Zusammenschluss freizumachen. Die beiden Börsenbetreiber hatten den Verkauf ihres gesamten Derivate-Geschäfts auf Einzelaktien angeboten, um die Zustimmung der EU zu ihrer Fusion zu erkaufen.
Die EU-Wettbewerbsbehörde hatte Anfang August eine vertiefte Prüfung der Transaktion begonnen und im Oktober ihre Bedenken geäußert. Die Prüfungsfrist war zweimal verlängert worden, sie endet nach derzeitigem Stand am 9. Februar 2012.
-Von Robin van Daalen; Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 110, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/sha/kla
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December 22, 2011 03:37 ET (08:37 GMT)
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