Von Dr. Thomas Gitzel, Senior Economist bei der VP Bank. Vaduz - Erstmalig stellte die Europäische Zentralbank (EZB) zum Jahresende 2011 den Geschäftsbanken des Währungsraums für drei Jahre Geld zur Verfügung - üblich sind normalerweise kurzfristige Ausleihungen. Die Resonanz der Banken war gewaltig: Die Notenbank teilte insgesamt 489 Milliarden Euro zu. Diese sehr expansive Geldpolitik ruft nun vielerorts Inflationsängste hervor. Doch im Umfeld einer Vertrauenskrise und einer deutlich abkühlenden Weltkonjunktur sind Inflationsgefahren eng begrenzt. Selbst wenn die EZB den Geschäftsbanken mehr Liquidität zur Verfügung stellt, erwächst daraus nicht unmittelbar eine höhere Kreditvergabe und somit Inflationsrisiken. Entscheidend dafür ist eher, wie gut Kreditinstitute an den Finanzmärkten längerfristiges Kapital mittels Bankobligationen aufnehmen können. Das geht im Moment nur sehr schwierig. Einerseits ist das Misstrauen der Banken untereinander sehr gross, andererseits führen die berechtigten Sorgen um die Solvenz vieler Banken zu grosser Kaufzurückhaltung ...Den vollständigen Artikel lesen ...


